Mac Baren Mixture handcrafted Limited Edition 2023 jetzt bei Cigarworld

Wenn man eine Tabakfirma mit einer bestimmten Mischung verbindet, dann ist es wohl Mac Baren mit seiner Mixture Scottish Blend. Sie ist geradezu eine Tabak-Ikone und hat das Unternehmen im Wesentlichen zu dem gemacht, was es heute ist.

Wenn es sowas wie die Mac Baren Mixture heutzutage noch nicht gäbe, müsste man sie wahrscheinlich erfinden. Wobei ich bezweifeln würde, das heutige „Tabak-Entscheider“ bei Mac Baren den Mut, die Ausdauer und finanzielle Freiheit hätten, eine Mischung aus über 30(!) verschiedenen Rohtabaken zu entwerfen, um sie mit einem überaus gekonnten Ahornzucker-Casing zu untermalen. Insofern können wir dankbar sein, dass Harald Halberg eine Pfeifentabak-Manufaktur im Jahr 1887 gegen ein Pferd und ein Fass Whisky ertauschte, um sie zu dem Unternehmen zu machen, das 1958 die Mac Baren Scottish Mixture auf den Markt brachte.

Die Mac Baren Mixture Limited Edition gibt es hier zu kaufen: Mac Baren Mixture Limited Edition 2023

Ganze Generationen von Pfeifenrauchern sind mit ihr aufgewachsen, und vielen ist der spezifische, angenehme Geruch sehr präsent.

Bis heute ist die Mixture mit Abstand das meistverkaufte Produkt des Unternehmens. Und es wird daran gearbeitet, dass es auch so bleibt.

Ein Schritt dorthin ist die Markteinführung der neuen Mac Baren Mixture Limited Edition 2023. Sie ist nur erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Was sie von der „normalen“ Mixture unterscheidet, ist zum einen, dass sie in 50g Pouches ausgeliefert wird, die Replikas historischer Verpackungen sind, und zum anderen, dass sie handgemacht ist. Nur wenig maschinelle Arbeit wurde bei der Herstellung dieser Mischung benötigt. Per Hand wurden die Tabakbestandteile gemischt, per Hand ist die Aromatisierung aufgetragen, und per Hand wurde sie verpackt.

So können sich die einzelnen Pouches wegen des „Faktors Mensch“ voneinander unterscheiden, was einen besonderen Reiz ausmacht. Vielleicht ist die eine Charge etwas süßer, eine andere etwas würziger? Probieren Sie es aus.

Bei der Herstellung beteiligt war Denton Gandy (ja, der Mann heisst tatsächlich so!), Mac Barens neuer Sales Manager Pipetobacco. Er kommt zwar nicht ursprünglich aus der Tabakbranche, aber ist seit vielen Jahren Pfeifenraucher aus Leidenschaft. Dies ist ein Umstand, der heutzutage kaum zu überschätzen ist, denn oft sind die Manager in Tabakunternehmen bestimmt gut ausgebildete Kaufleute oder Betriebswirte, aber ihnen fehlt das Verständnis und Gefühl für die Tabak- und Pfeifenbranche.

Wenn Sie sich für die Mac Baren Limited Edition 2023 entscheiden, greifen Sie zu, solange es möglich ist. Diese aufwändige Produktion war einmalig, soviel steht fest.

Unser Besuch auf der Intertabac 2023. Ein Fotobericht.

Unser Besuch auf der diesjährigen Intertabac in Dortmund war wieder sehr produktiv. Neben Pfeifen, die ausgesucht und gekauft werden mussten, bevor es andere Händler tun, sind es vor allem die Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern aus aller Welt, die diese Messe zu einem Impulsgeber machen.

Leider wird das von der Scandinavian Tobacco Group wie auch von der Firma Pöschl anders bewertet. Diese Unternehmen waren nicht vertreten. Wir halten das offen gestanden für einen großen Fehler.

Dennoch wollen wir anhand einiger Fotos ein paar Eindrücke wiedergeben.

Unsere erste Station war natürlich Dunhill. Hier gilt es, die besten Pfeifen herauszusuchen und die nächsten Limited Edition zu bestellen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Nachdem das erledigt war, ging es weiter zu Mimmo Romeo, um sich hier einige der heiß begehrten Einzelstücke zu sichern.

Und hier unsere Auswahl:

Dann ging es ein paar Meter weiter, zum einzig wahren Tom Eltang, der einen sehr zufriedenen Eindruck machte.

In der Tat, eine Pfeife war schöner als die andere.

Dann bewegten wir uns wieder nur ein paar Meter nach links, und schon waren wir bei Bruno Nuttens. Es war überhaupt das erste Mal, dass wir uns persönlich trafen. Und für Bruno war es die erste Intertabac. Natürlich mussten auch hier wieder ein paar Pfeifen „mit“.

Es war auch zum ersten Mal ein türkischer Meerschaumschnitzer vertreten. Mal schauen, wie diese Pfeifen ankommen werden…

Schließlich gingen wir zu Mac Baren, um unsere nächsten Hausmarken-Projekte zu finalisieren und uns etwas auszuruhen. Und natürlich konnte man den Mac Baren Mixture in der Jubiläumsedition probieren! Für den neuen Sales Manager Pipe Tobacco, Denton Gandy, war es die erste Intertabac. Wir wünschen viel Erfolg und sind sehr zuversichtlich was die Entwicklung betrifft. Es stimmt optimistisch, dass neue Mitarbeiter bei Mac Baren ans Ruder kommen, die mit Leib und Seele Pfeifenraucher sind und den Markt verstehen.

Es folgte ein kurzer Abstecher zu Chacom. Hier konnten wir einen Vorab-Blick auf die Chacom Weihnachtspfeife erhaschen sowie unglaublich gut gemaserte Einzelstücke aussuchen. Außerdem erörterten wir die Möglichkeit, Ropp-Pfeifen anbieten zu können.

Es ging weiter zu Alberto Montini von Mastro de Paja. Hier gab es interessante Pfeifen und T-Shirts zur Pfeifenthematik zu entdecken, außerdem Feuerzeuge und Pfeifenständer.

Kopp (nicht mehr Kohlhase & Kopp) hatte mit Abstand den größten Messestand aller bekannten Anbieter auf der Intertabac. Im Vergleich zum Vorjahr hat man sich größenmäßig verdoppelt. Wahrscheinlich müsste man für das Angebot dort einen eigenen Beitrag schreiben. Wir möchten dies unbedingt positiv herausstellen, denn die Signalwirkung ist enorm. Man „will“ und „macht“ bei Kopp. So wie auch wir. Interessant waren die Stokkebye 4th-Generation-Tabake, die nun auch nach Deutschland importiert werden.

Besonders interessant waren auch die White-Elephant-Tabake, die neu auf den Markt kommen. Die Mischungen bestehen zu 80% aus afrikanischen Tabaken, und die Aromatisierungen orientieren sich ebenfalls am Thema „Afrika“. Die Blends sind harmonisch und ausgewogen, und nicht von Aromen überlagert. Man schmeckt durchaus noch Tabak!

Bei Samuel Gawith/Gawith & Hoggarth mussten wir natürlich auch Hallo sagen. Chris Gawith mit seinem Team begrüßte uns, und es gab allerlei Austausch. Kopp wird im nächsten Jahr auch Gawith & Hoggarth-Tabake im Sortiment haben, sodass die Freunde von Lakeland-Tabaken auf jeden Fall Nachschub bekommen.

Und auch bei Cornell & Diehl wurden wir freundlich von Jeremy Reeves, dem Masterblender empfangen. Hier freut man sich über den großen Erfolg in Deutschland und schaut zuversichtlich auf die Sortimentserweiterung.

Idea Pipes aus China waren zwar schon in den letzten Jahren auf der Intertabac, aber dieses Mal zum ersten Mal mit kompetentem Personal, das Auskunft über Preise, Mengen und Produktdetails geben konnte. Außerdem hat man die Serienfertigung nun auch in China aufgenommen. Preisgünstigere Serien kommen jetzt aus China, und nicht nur aus Italien wie zuvor. Wir haben für uns eine interessante Auswahl zusammengestellt. Zahlreiche 9mm Pfeifen werden dabei sein, die wir in dieser Machart bisher nur im gehobenen Freehand-Bereich kennen. Hier gibt es sie als Serienware. Bleiben Sie gespannt, wir werden bald ein interessantes Sortiment von Idea Pipes im Shop haben.

Ein paar Eindrücke vom brasilianischen Tabakhersteller Tabacos Venus, der mit seiner Marke „Doctor Pipe“ auch auf der Intertabac vertreten war. Neben den „üblichen“ Loose-Cut-Mischungen fertigt der Hersteller überaus potente, traditionelle brasilianische Strangtabake. Sehr kräftig und vollmundig. Kollege Janez Valada kam aus dem Frohlocken gar nicht mehr heraus.

Hier die handgemachten Vauen Jubiläumspfeifen. Alle etwas anders – da handgefertigt, mit Ebonitmundstück. Wunderschöne Maserungen. Wir bekommen drei Stück!

Wir wurden überall sehr freundlich empfangen. Zwar wurden wir nicht überall fündig oder handelseinig, aber alle Anbieter hatten ein offenes Ohr für uns. Alle – bis auf einen!

Der Lübecker Zigarettenhersteller Von Eicken, auch Hersteller der Pfeifentabak-Linie „Käptn Barsdorfs Bester“, hielt es nicht für nötig, näher mit uns ins Gespräch zu kommen. Laut eigener Aussage ist er deutscher Marktführer im Bereich Pfeifentabak. Wir wurden herablassend, arrogant und geringschätzig empfangen. Von diesem Urgestein der Tabakbranche hätten wir mehr Traditionsbewusstsein und Anstand erwartet. Offenbar bewegt man sich in diesem Unternehmen in „anderen Sphären“, gewiss aber nicht auf den geerdeten Wegen, auf denen sich Pfeifenraucher bewegen.

InterTabac 2023 in Dortmund: Vom 14.-16.09. sind wir wieder für Sie auf der Suche!

Nächste Woche sind wir wieder auf der Suche nach neuen Pfeifen, Pfeifenzubehör und Tabaken auf der Intertabac in Dortmund. Die Fachmesse, die nur für Branchenangehörige zugänglich ist, findet in den Westfalenhallen statt und bietet Platz für hunderte Aussteller aus aller Herren Länder. In den letzten Jahren ist allerdings vor allem der Bereich der elektronischen Zigaretten und Wasserpfeifen gewachsen.

Endverbraucher haben leider keinen Zutritt.

Dennoch, die Intertabac ist noch immer die wichtigste Veranstaltung im Geschäftsjahr, bei der man viele interessante Neuheiten sieht und wichtige Gesprächspartner von Angesicht zu Angesicht sprechen kann.

Für den Bereich „Bruyereholzpfeife“ haben sich folgende Anbieter angemeldet:

Wir sind gespannt und werden unseren bisherigen und möglichen neuen Lieferanten auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Damit uns auch nichts entgeht, haben wir uns auch dieses Jahr wieder eine Taktik zurechtgelegt.

Wie schon zu erfahren war, werden einige Pfeifenhersteller dieses Jahr nicht dabei sein, da sie kaum in der Lage sind den aktuellen Bedarf zu decken. An neue Kunden ist im Moment kaum zu denken.

Außerdem werden einige Persönlichkeiten der Branche wohl dieses Jahr unter „neuer Flagge“ segeln.

Bleiben Sie gespannt, wir werden berichten!

Informationen zur Hausmesse 2023

Nach mehrjähriger Corona bedingter Zwangspause ist es nun endlich wieder soweit: Wir dürfen Sie am 9. September zu unserer Hausmesse hier in Düsseldorf begrüßen! Endlich wieder Zeit, um mit Ausstellern und Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen, zu fachsimpeln oder gemeinsam die ein oder andere gute Zigarre zu genießen.

Bei bestem Wetter (so die aktuellen Vorhersagen) erwarten Sie zahlreiche Aussteller und wieder viele interessante Seminare, die wir Ihnen an dieser Stelle ein wenig vorstellen möchten.

 

Seminarübersicht

1. Brick House „Talk & Smoke“ mit Aldo Puncioni, International Sales Director J.C. Newman Cigar Company. (zwei Slots)

Die Teilnehmer erhalten einen Brick House Sampler im Corona-Format; Aldo erklärt dabei die Unterschiede der Serien und fachsimpelt über Zigarren im allgemeinen.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

 

2. Villiger Neueinführungen

Das Team von Villiger stellt auf unserer Hausmesse den Teilnehmern exklusiv die La Libertad Gran Toro und Gordito noch vor der offiziellen Markteinführung vor.

 

3. Kurt Steinborn – CigarSpa „Schuhkarton oder Luxuskühlschrank?“

Kurt Steinborn, der Kopf hinter dem CigarSpa-Befeuchtungssystem, geht der Frage nach, welche Lagerstätte die richtige für mich ist.

 

4. Kurt Steinborn – CigarSpa „Relative Luftfeuchte und/oder Temperatur“

In diesem Seminar geht Kurt Steinborn der Frage nach, was die wichtigsten Parameter für die Lagerung Ihrer Zigarren sind

 

5. CigarKings

Philipp Kugler, der Gründer der gefragten Marke, lässt Sie hinter die Kulissen und Geschichte seiner Marke blicken. Geraucht wird natürlich auch: Die neue COTY Edition.

 

6. Darren Cioffi – Principle Cigars

Darren und seine Seminare sind seit Jahren fester Bestandteil unseres Messeprogramms. Und auch dieses Mal dreht sich alles um seine beiden großen Leidenschaften: History of tobacco and artistic styles.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

 

7. Rick Rodriguez – West Tampa Tobacco Company

Die Marke ist noch jung, Rick Rodriguez aber kein Unbekannter: Seit Anfang der 2000er-Jahre bei STG beschäftigt, war er später für die Weiterentwicklung und Blending der Marke CAO zuständig. Heute lässt Rick Sie in die Entstehungsgeschichte seiner Marke einblicken und Sie an seinem Insiderwissen teilhaben.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

 

8. Lantenhammer Whisky Tasting (zwei Slots)

Lantenhammer – bei uns seit langer Zeit besonders wegen seiner Obstbrände und Liköre geschätzt – stellt seine auf Sylt destillierten Whiskys der Marke SILD vor. Im Seminar wollen wir vier Whiskys verkosten.

 

9. Ferrand Spirituosentasting (zwei Slots)

Jens Tausch nimmt Sie in diesem Seminar mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Spirituosen.

 

10. Marc Niehaus – Aus Sicht eines Tabakproduzenten

Marc Niehaus gab seinen Beruf als Lehrer in der Schweiz auf, um mit seinem Vater den Sprung ins Zigarrenbusiness zu wagen. Heute führt er die Geschicke seiner Marke Vegas de Santiago und lässt Sie beim Genuss einer Vegas de Santiago D8 in die Welt eines Tabakproduzenten einblicken.

 

11. Casagranda & Kesselherz – Rum- und Zigarren-Pairing

Werner Casagranda ist seit vielen Jahren erfolgreich als Importeur unterwegs. Gemeinsam  mit dem Rumspezialisten Kesselherz lädt er Sie zu „Zigarre und Rum“ ein. Verköstigt werden drei Rums – die passende Zigarre ist selbstverständlich auch dabei.

 

12. Salih Dalay und Lou Meirelles – Lighting up the Truth

Unseren Saarbrücker Kollege Salih Dalay bringt Lou Meirelles, den Kopf von Luciano Cigars, mit. Gemeinsam lassen die beiden uns in die Wahrheit über Tabak und die Zigarrenherstellung blicken.

Lou spricht englisch, Salih übersetzt.

 

13. Vauen Pfeifenseminar

Ein Pfeifenseminar auf unserer Zigarrenmesse? Selbstverständlich! Nachdem Ulrich Möllmanns Einführung in das Pfeifenrauchen bereits beim letzten Male auf großes Interesse stieß, begleitet er Sie auch dieses Jahr bei den ersten Schritten zur Pfeife.

 

Wichtige organisatorische Hinweise

Damit unsere Messe für Sie ein interessantes Event wird, bei dem man auch einmal von Stress des Alltags abschalten kann, möchten wir Sie noch auf einige organisatorische Details hinweisen:

  • Das Parken ist am Messetag auf dem gesamten Grundstück nicht möglich; die Parkplatzsituation im nahen Umkreis – typisch Düsseldorf ;-) – recht angespannt. Wir empfehlen Ihnen daher eine Anreise per Bahn bis zum Bahnhof Düsseldorf-Bilk oder auf das Parkplatzangebot der nahegelegenen Düsseldorf Arcaden (Bachstraße 141) zurückzugreifen. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus ist rund um die Uhr möglich, der Nachtzugang befindet sich 30m links von der Einfahrt; Tageshöchstsatz 10,00€; der Fußweg zu unserer Lounge beträgt nur wenige Minuten.

 

Anfahrt Düsseldorf Arcaden

  • Der Einlass zur Messe ist um 12.30 Uhr, direkt nach Erhalt Ihres Hangtags und des Laufzettels haben Sie die Möglichkeit, sich die zwei Seminare auszuwählen, an den Sei teilnehmen möchten. Hiermit möchten wir längere Wartezeiten verhindern.
  • Falls Sie nicht an unserer Hausmesse teilnehmen, haben Sie selbstverständlich die Möglichkeit, vor Ort einzukaufen. Unsere Lounge steht Ihnen an diesem Samstag

 

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Cigarworld Team

 

 

Pfeife stopfen und verschiedene Schnittarten. Ein kurzer Guide für Anfänger

Heute haben wir mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie „Die Profis können getrost wegschauen“. Obwohl – vielleicht gibt es ja doch was zu lernen?

Uns erreichen immer wieder Fragen von Anfängern, wie man am bestem eine Pfeife stopft. Natürlich ist das immer abhängig von der Schnittart. Heute wollen wir Ihnen in einem sehr fotolastigen Artikel das Thema näher bringen.

Fangen wir an mit einem herkömmlichen Loose Cut. Dies ist die häufigste Schnittart. Ein loser, ungefähr 2mm breit geschnittener Pfeifentabak.

Dieser wird mit sehr wenig Druck in die Pfeife mit den Fingern eingebracht. Dafür benötigen Sie keinen Pfeifenstopfer. Benutzen Sie ihre Finger, hier haben Sie deutlich mehr Fingerspitzengefühl.

Drücken Sie den Tabak herunter, bis er ungefähr zur Hälfte komprimiert wurde. Am besten eignet sich dafür der Kleine oder der Zeigefinger.

Hier schichten Sie eine weitere kleine Menge Tabak darauf. Dafür ist etwas mehr Druck erforderlich. Drücken Sie den Tabak herunter, bis die Höhe etwas unterhalb des Kopfrandes endet. Beim Anzünden bäumt sich der Tabak auf, daher ist es wichtig den Pfeifenkopf nicht zu sehr zu füllen. Prüfen Sie nun den Zug. Wenn Sie einen leichten Zugwiderstand fühlen, der sich in etwa so anfühlt, als würde man ein Getränk mit einem breiten Trinkhalm trinken, ist die Pfeife gut gestopft. Ist er zu fest, Pfeife entleeren und neu stopfen.

Flake ist ein stark gepresster Tabak, der in Scheiben geschnitten wurde. Allerdings hat Flake nicht immer dieselbe Form. Dies ist unterschiedlich von Hersteller zu Hersteller. Bei manchen Herstellern hat der Tabak eine sehr homogene Form. Regelrechte Scheiben. Bei anderen ist der Tabak deutlich lockerer, und er zerfällt schon in der Dose. Weder das eine oder andere ist „gut“ oder „schlecht“. Es kommt ganz auf den Stil und die Produktphilosophie des Herstellern an. Es gibt Produzenten, die keinerlei Zusatzstoffe und Klebemittel verwenden möchten. Diese Produkte zerfallen sehr leicht.

Hat der Flake eine sehr homogene Scheibenform, gibt es im Wesentlichen zwei Methoden, ihn für das Rauchen vorzubereiten. Eine Methode ist die so genannte „Knick & Faltmethode“.

Dafür werden 1-2 Scheiben in der Hand gefaltet. Einmal der Länge nach, und einmal der Breite nach. Natürlich immer auch abhängig vom Füllvolumen der Pfeife.

Anhänger dieser Methode schätzen sehr, dass der Tabak so besonders langsam abbrennt und die Aromen sehr gut herauskommen. Der Nachteil ist allerdings, dass man viel Routine und Übung braucht, bis man auf diese Weise eine Pfeife wirklich gut gestopft hat. Abgesehen davon ist diese Methode nicht für alle Arten Flake geeignet, sondern nur für homogene Scheiben. Außerdem können sich Glutnester und heiße Lufttaschen bilden, die den Pfeifenkopf beschädigen können. Auf keinen Fall sollte man auf diese Weise eine Pfeife einrauchen.

Deutlich einfacher und „foolproof“ ist es, den Tabak locker zwischen den Händen aufzurubbeln und ihn fast wie ein Loose-Cut in zwei Schritten in die Pfeife einzubringen.

Die fertig gestopfte Pfeife sieht dann so aus (unten):

Der Tabak ist gut und gleichmäßig verteilt, wenn man ihn wie einen Loose-Cut in der Zwei-Schritt-Methode stopft. Es bilden sich keine Glutnester und Lufttaschen.

Eine Spezialität ist Plug. Dies ist ungeschnittener Flake. Er besteht aus stark gepresstem Tabak, der in seiner Blockform belassen wurde. Möchte man diesen Tabak rauchen, schneidet man ihn portionsweise ab.

Kenner schätzen das besonders intensive Aroma von Plug. Außerdem die althergebrachte Art der Pfeifentabak-Aufbereitung. Für viele ist es ein besonderes Ritual, die Scheiben abzuschneiden. Als Seeleute mit Segelschiffen die Welt umrundeten, war dies die bevorzugte Art des Pfeifentabaks. Er hielt sich sehr lange frisch, war kompakt und handlich, und notfalls konnte man ihn auch als Kautabak verwenden. Plug kann, nachdem er geschnitten ist, gestopft werden wie Flake.

Bitte achten Sie darauf, ein wirklich scharfes Messer zu verwenden. Ich benutze dafür ein besonders geeignetesTaschenmesser. Mein herkömmliches Victorinox ist dafür nicht scharf genug. Außerdem ist die Klinge zu weich.

Ready Rubbed Tabake sind genau so wie aufgerubbelter Flake in der Zwei-Schichten-Methode zu stopfen.

Hier zeigt sich übrigens wieder die uneinheitliche Verwendung des Wortes „Flake“. Den G. L. Pease Windjammer bezeichnet der Hersteller als „Navy Flake“. Faktisch ist es ein locker zerfallener Ready Rubbed.

Auch bei dieser Schnittart:

  1. Füllen bis zum Rand
  2. Verdichten auf die Hälfte
  3. Füllen bis zum Rand
  4. Verdichten bis unterhalb des Kopfrandes

Weitere Spezialitäten sind Twists, Roll Cakes oder Curly Cuts, die aus einem „Tabakstrang“ geschnitten werden. Diese „Tabak-Wurstscheiben“ haben schon einige Pfeifenraucher vor das Rätsel gestellt, wie diese am besten in die Pfeifen einzubringen sind. Eins vorab: Stapeln, und wie eine Zigarre rauchen funktioniert nicht!

Vielmehr nimmt man die Scheiben in die Hand, und formt Kügelchen, die man locker in die Pfeife fallen lässt.

Das Zerdrücken zu einer Kugel lockert den Tabak auf, und erleichtert die Dosierung.

Für einen durchschnittlich großen Pfeifenkopf nimmt man 4-5 Scheiben, die zu Kugeln geformt werden, um den Pfeifenkopf zu füllen.

Wichtig ist es hierbei, nur sehr wenig zu festzudrücken. Curly muss wirklich viel Luft bekommen, damit er ordentlich abbrennt.

Curlys sind wie auch Flakes besonders geschmacks- und aromaintensiv. Sie gehören zu den hochwertigsten Schnittarten. Viel Handarbeit ist für die Herstellung notwendig.

Wir hoffen das Ihnen unser Ratgeber weiterhilft.

Sollten Sie dennoch Fragen haben, oder Probleme beim Stopfen auftauchen, kontaktieren Sie uns oder fragen in unserem Discord-Forum nach Hilfe. Die Mitglieder stehen sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Wir halten übrigens nichts von Stopfmethoden, die das Pfeifenrauchen unnötig verkomplizieren und einen an sich einfachen Vorgang zur Kunstmethode stilisieren.

Auch nichts von Stopftechniken, die bestens dafür geeignet sind, den Namen eines Pfeifenhändlers zu promoten und den Verkauf von Meerschaumgranulat anzukurbeln.

Unserer Meinung nach sollte das Pfeife rauchen Spaß machen, intuitiv und leicht zu bewerkstelligen sein, nicht abschrecken. Darauf zielen unsere Ratschläge.

Gruppenpfeife 2023: Die Abstimmung ist im Gange!

Wir hatten bereits im letzten Jahr darüber berichtet. Deutschland größte Pfeifengruppe bei Facebook stimmte darüber ab, welcher Hersteller den Zuschlag bekommt und die Gruppenpfeife 2022 fertigen darf. Geworden ist es Savinelli, der Hersteller gewann mit einem sehr stimmigen Lovat-Modell.

Dieses Jahr hat sich die Gruppe auf eine Bulldog oder Rhodesian geeinigt. Unsererseits gingen Anfragen an sämtliche Hersteller raus, die als Hersteller in Frage kommen könnten. Dabei wurde der Preisrahmen mit 100-150 € festgelegt.

Wie die aktuelle, sehr angespannte Liefersituation und Bruyereknappheit bei einigen Herstellern schon vermuten ließ, kamen dieses Jahr leider nicht so viele Vorschläge zusammen wie in den Jahren zuvor. Dies lässt tief blicken, denn die prognostizierte Menge für die Herstellung einer Gruppenpfeife liegt erfahrungsgemäß bei 100-120 Stück, was für Serienpfeifenhersteller normalerweise nicht besonders viel ist.

Auch dieses Jahr gab es wieder die Vorgabe, dass alle Pfeifen mit oder ohne Filter bestellbar sein sollen.

Dennoch hat sich eine ausreichende Menge Hersteller beteiligt, sodass eine allen Mitgliedern eine interessante Auswahl an Vorschlägen präsentiert werden konnte.

Im einzelnen finden Sie hier die Prototypen. Sie können sich gerne an der Abstimmung beteiligen. Sie finden sie in der Facebook-Gruppe „Facebooks Pfeifenfreunde“

  1. Brebbia

Der Hersteller geht mit zwei Modellen ins Rennen. Jeweils ein kleineres und ein größeres, leicht gebogenes Bulldogmodell. Dabei ist noch nocht ganz klar, ob der Kopf möglicherweise noch Rillen bekommt oder nicht. Heller, orangegelber Farbton und gewachste Oberfläche. Sie soll 139,95 kosten.

2. Stefano Santambrogio

Der italienische Pfeifenmacher ist für seine überaus preiswerten, handgemachten Pfeifen bekannt. Er kann allerdings nicht wie ein Serienpfeifenhersteller „aus dem Vollen“ schöpfen, sondern muss mit seinen Holzvorräten besonders sorgsam agieren. Daher kann nicht vorher gesagt werden wieviele Stückzahlen der jeweiligen Finishvariante anfallen werden. Dennoch ist es ein interessanter  Bulldog-Vorschlag mit Spießkantholm und Applikation.

Finishes:
  1. Glattes Carnaubawachsfinish (FP), orangene Honigton-Beizung. Kosten: 140€
  2. Rotbraunes Carnaubawachsfinish, Kosten: 120€
  3. Dunkelbraun-teilrustiziertes FInish, Kosten: 105€
Es gibt ggf. noch Pfeifen im „FX-Finish“, das sehr hell und gut gemasert ausfällt. Aber die Stückzahlen sind sehr begrenzt. Kosten: 170€
3. Mastro Beraldi
Es sind zwei Modelle, die vom Karlsruher Importeur Aßmann ins Rennen geschickt werden. Abermals eine kleinere und größere Pfeife.
Sie sind etwas Besonderes, denn die „Außenhaut“ besteht aus amerikanischem Nussbaum, der sandgestrahlt wurde. Die Tabakkammer besteht aus einem Bruyereeinsatz.
Die Oberfläche wird nicht behandelt. So wird der natürliche Patina-Effekt verstärkt, die den Pfeifen, wenn sie geraucht werden, besonders viel Charakter gibt.
Auf jeden Fall mal etwas anderes als eine „Standardausfüjhrung“ in Bruyere.
Auch hier gibt der Hersteller an, dass die „Bulldog-Ringe“ je nach Belieben eingefräst werden können oder nicht. Die Muster tragen keine Ringe.
Der Preis beläuft sich bei beiden Modellen auf 120€.
4. Savinelli
Es ist eine klassische Bulldog, die dieses Jahr von Savinelli ins Rennen geschickt wird.
Die Oberfläche ist griffig rustiziert, und die Gruppe kann auswählen, ob sie in einem schwarzen oder rotbraunen Farbton ausgliefert werden soll.
Den Holm ziert ein passend aufgezogenes Band in Neusilber (Nickel).
Wahlweise mit 9mm Bohrung oder ohne Filter.
Fishtail-Mundstück aus schwarzem Acryl.
Der Preis beläuft sich bei beiden Varianten auf 160€.

 

Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

Aus Kohlhase & Kopp wird Kopp Tobaccos. Außerdem: neue Sorten C&D/GLP für den deutschen Markt

Wir werden uns an einen gewissen Klang gewöhnen müssen. Hieß es sonst: „Der Tabak kommt von Kohlhase & Kopp“, heißt es ab sofort nur noch: „Der Tabak kommt von Kopp“, oder korrekter: „Kopp Tobaccos.“

Der Rellinger Hersteller und Importeur hat sich mit sofortiger Wirkung umbenannt, da sich die Familie Kohlhase seit dem 31.12.2022 komplett aus dem Unternehmen zurückgezogen hat.

Seit Anfang 2023 sind Oliver und Thilo Kopp alleinige Inhaber der Gesellschaft. Die operative Geschäftsführung liegt bei Peter Witzke.

Da die Familie Kohlhase nun ein eigenes Unternehmen gegründet hat, das sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Import und Vertrieb hochwertiger Zigarren beschäftigen wird, schien es an der Zeit, sich im Unternehmensnamen zu verändern, um Verwechslungen zu vermeiden.

So oder so bleibt Kennern der Branche also der Name „Kohlhase“ erhalten, wenngleich höchstwahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit Pfeifentabak.

Wir wünschen BEIDEN Unternehmen von Herzen alles Gute und freuen und auf die Zusammenarbeit bzw. die Fortführung der Zusammenarbeit.

Aus dem Hause Kopp gibt es übrigens gute Neuigkeiten für die Freunde der US-Import-Pfeifentabake von Cornell & Diehl/G. L. Pease. Die bisher eingeführten Sorten sind ein voller Erfolg, man ist wirklich überrascht von der Nachfrage. Langfristiges Ziel wird daher sein, dass alle Sorten, die auf dem US- Markt angeboten werden, auch auf dem deutschen Markt erhältlich sind.

Allerdings werden einige Sorten nicht den Vorgaben der EU bzw. deutschen Gesetzgebung entsprechen und so höchstwahrscheinlich nicht importiert werden können.

Außerdem dürfte klar sein, dass eine so erhebliche Ausweitung (158 gelistete Sorten C&D, 41 GLP) des Sortiments nicht von heute auf morgen bewältigt werden kann. Sie kann nur Stück für Stück erfolgen.

Als nächstes werden folgende Sorten in das Sortiment aufgenommen:

  • C&D Pirate Kake
  • C&D Billy Budd
  • C&D Bayou Night
  • C&D Briar Fox
  • GLP Maltese falcon
  • GLP Gaslight

Wann sie genau in Deutschland eintreffen werden, ist noch nicht bekannt. Doch sobald es absehbar ist, werden wir Sie hier informieren.

 

 

Treffen Sie Gleichgesinnte auf unserem Discord-Server!

Durch Facebook, Instagram und Twitter ist es heutzutage leicht geworden, mit Gleichgesinnten zum Thema Pfeife & Tabak in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Allerdings möchte nicht jeder einem Sozialen Netzwerk beitreten, dafür gibt es zahlreiche nachvollziehbare Gründe. Dennoch gibt es Tabakfreunde, die sich trotzdem austauschen möchten.

Zu diesem Zweck haben wir nun einen gut ausgestatteten Discord-Server eingerichtet, der Ihnen als Diskussionsplattform dient. Hier ein paar Fakten zu Discord, für diejenigen die noch nichts darüber erfahren konnten:

  • Discord ist eine unabhängige, plattformübergreifende Kommunikationssoftware
  • Sie ist nutzbar auf einem beliebigen Internetbrowser oder als App für iOS oder Android auf dem Smartphone
  • Text, Bilder, Sprache und Videos können miteinander ausgetauscht werden
  • Genutzt wird Discord derzeit überwiegend im Bereich Online-Gaming
  • Discord ist kostenlos
  • Sie ist unabhängig vom Meta-Konzern

Wir bieten dort verschiedene Kanäle an, beispielsweise

  • Pfeifentabak
  • Pfeifenecke
  • Pfeifenpflege
  • Tabak-Reviews
  • Marktplatz (Gesuche wie auch Angebote)
  • Zigarren-Ecke
  • Schnupftabak und Co

Und vieles mehr!

Um unserem Server beizutreten, folgen Sie diesem Link -> Willkommen auf dem Cigarworld DIscord-Server

Es gibt außerdem einen Bereich, in dem sich die Mitglieder in einem Voice- oder Videochat treffen können. Kurzum, jeder, der sich zu unserem Themenbereich mit anderen Austauschen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Urlaubsbedingt werden Sie in den nächsten zwei Wochen keine neuen Blogbeiträge finden. Danach geht es aber weiter! Falls Sie sich ebenfalls in den Urlaub aufmachen, wünschen wir Ihnen gute Erholung und viel Spaß.

Pfeifen der portugiesischen Pfeifenmacherin Sabina Santos jetzt bei Cigarworld!

Pfeifenmacherinnen sind noch immer eine Besonderheit in der Welt der handgemachten Pfeifen. Zwar war Anne Julie schon früh eine sehr aktive Vorreiterin, doch Nachahmerinnen haben sich danach nur sehr selten gefunden.

Pfeifen von Sabina Santos: Hier!!

Umso schöner ist es, dass Sabina 2013 auf die Idee kam, als Ausgleich zur trockenen Büroarbeit mit Holz zu arbeiten. Unterstützend hinzu kam, dass ihr Ehemann seit Jahren begeisterter Pfeifenraucher war. Was lag also näher, als sich mit dem Pfeifenbau zu beschäftigen?

Dabei sollte allerdings erwähnt werden, dass Portugal nicht gerade als Mekka des Pfeiferauchens gilt. Selbst die Tabakbeschaffung ist sehr, sehr schwer. Manch ein Pfeifenraucher freut sich, wenn sich in die Tabakläden mal ein Päckchen Borkum Riff verliert. Falls Sie also dieses Jahr nach Portugal in den Urlaub fahren: Bevorraten Sie sich!

So war Sabina zunächst auf sich allein gestellt. Hinweise und Feedback zu ihrer Arbeit bekam sie von ihrem Mann, und online stand sie in Kontakt mit zahlreichen Pfeifenrauchern weltweit. Hier wurde ihr klar, dass, wenn sie sich signifikant weiterentwickeln wollte, sie noch sehr, sehr viel lernen musste.

Sie trat in Kontakt mit der dänischen „Pfeifenmachergemeinde“ und brach auf, um in Dänemark das Pfeifemachen zu studieren. Während manch ein Pfeifenmacher das Glück hat, bei einem Pfeifenmacher 3-4 Stunden über die Schulter zu schauen, hielt sie sich wochenlang in den Werkstätten auf. Dabei besuchte Sie nicht nur eine Adresse, sondern lernte bei Joao Reis (der selbst aus Portugal stammt), Kai Nielsen, Tao, Tom Eltang, Kurt Balleby und nicht zuletzt Hans „Former“ Nielsen. Also eine Menge „guter Namen“, von denen sie sich etwas abschauen konnte. Nach acht Wochen brach Sie wieder auf, um in Portugal das umzusetzen, was sie gelernt hatte.

Beobachter der Pfeifenszene bemerkten schon bei den ersten Fotos ihrer Werke, die sie auf Social-Media-Plattformen postete, einen gewaltigen Schub an handwerklicher Qualität und ästhetischem Wert. Ihre Arbeit war quasi nicht wiederzuerkennen. Es war ein verblüffender Vorher-Nachher-Effekt.

Jetzt wurden auch bekannte Pfeifensammler auf sie aufmerksam, und es kamen die ersten Händleranfragen. Natürlich klopfte Dänemark an die Tür, aber auch die USA und China. Auch auf diversen Pfeifenshows war sie anzutreffen. So begann sie mit Fachhändlern weltweit zusammenzuarbeiten. Um den Vertrieb kümmerten sich nun die Händler, sie konnte sich ganz auf den Pfeifenbau konzentrieren.

Zwischenzeitlich besuchte unser MItarbeiter Janez Valada, ebenfalls gebürtiger Portugiese, Sabina in ihrer Werkstatt in Portugal. Hier fassten beide den Plan, ihre Pfeifen zukünftig in unserem Shop anzubieten. Doch bis es so weit war, verging noch einige Zeit. Ein paar Jahre sogar, denn Sabinas Pfeifen wurden nun immer gefragter.

Kein Wunder, denn Sabina versteht es wie kaum eine andere, den klassischen, dänischen Stil mit modernen Elementen zu verbinden, ohne dass darunter die handwerkliche Verarbeitung und Ästhetik leidet. Sie versteht eine Pfeife durchaus als Kunstobjekt, das etwas über sie und den Besitzer aussagt.

Zu den verwendeten Materialien und der Markierung ihrer Pfeifen schreibt sie folgendes auf ihrer Homepage:

„Zum Schnitzen meiner Pfeifen verwende ich nur die besten Materialien der Welt, darunter das am besten sortierte italienische und algerische Bruyère.

Alle meine Pfeifen sind mit handgeschnittenen Mundstücken aus deutschem Ebonit ausgestattet.

Für Erweiterungen und Akzente verwende ich andere natürliche Materialien wie Bambus, Horn, exotische Hölzer und stabilisierte Mammutstoßzähne und -Knochen.

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit unseres Planeten verwende ich auch recycelte Plastikflaschen für dekorative Applikationen. Die Wiederverwendung von Plastik ermöglicht es mir, Müll als Kunst mit einer kraftvollen Stimme zu verwenden.

Meine Pfeifen sind mit „Sabina“ gestempelt, und einige haben zusätzlich die Markierung „G“, die für meine besten Pfeifen reserviert ist, eine Hommage an meinen Sohn Gil.

Diese besonderen und einzigartigen Pfeifen werden von Hand signiert, nachdem jedes Stück fertig ist. Ich verwende das gleiche kursive „G“ wie die Unterschrift meines Sohnes.“

Sie werden verstehen, dass wir sehr froh sind und uns geehrt fühlen, Pfeifen von Sabina Santos im Sortiment zu haben. Als Besonderheit können wir Ihnen als einziger Händler weltweit ihre Pfeifen mit Filterbohrung anbieten

Bitte haben Sie außerdem Verständnis dafür, dass wir nicht einschätzen können, wann wir das nächste Mal die Möglichkeit haben, Pfeifen von Ihr zu bekommen.

 

Zur Markteinführung in Deutschland: Interview mit Gregory L. Pease. Von Gastautor Sebastian Richter.

Sebastian Richter aus dem deutschsprachigen Pfeifenforum „Pipe Dreams hat kürzlich ein Interview mit G. L. Pease geführt, dessen Tabake kürzlich in Deutschland erschienen sind. Er hat uns freundlicherweise genehmigt, es auf unserem Blog zu veröffentlichen. Es gibt einen guten Einblick darin, wer hinter diesen legendären Tabaken steckt.

G. L. Pease ist ein international sehr gefeierter Tabakblender, manche halten ihn für den besten. In Deutschland ist er bisher nur Insidern bekannt.


Tabak von G. L. Pease finden Sie hier: G. L. Pease Pfeifentabak

Endlich ist es so weit! Seit dem 21. Juni 2023 gibt es offiziell amerikanische Tabake (Cornell & Diehl und Gregory L. Pease) in Deutschland zu kaufen! K & K hat weder Mühen noch Kosten gescheut, den deutschen Pfeifenrauchern eine Auswahl dieser Juwelen zu ermöglichen. Cigarworld.de kommunizierte und begleitete das Erscheinen in unserem Pfeifenforum Pipe Dreams. Was liegt also näher, als sich mit einem der Macher dieser hervorragenden Blends zu unterhalten? Zum Erscheinungstag der amerikanischen Tabake von Gregory Pease in Deutschland, hat mir Greg freundlicherweise ein Interview zugesagt.

Interview vom 21. Juni 2023 von Sebastian Richter, Pipe Dreams

Sebastian: Hallo Greg! Ich freue mich sehr, dass Du Dich bereit erklärt hast, den deutschen Pfeifenrauchern ein paar Fragen zu beantworten.
Einigen von uns ist dein Ruf als Tabakblender und Pionier des Tabakkellerns schon lange bekannt, aber viele Pfeifenraucher hier kennen weder deine Blends, noch wissen sie etwas über dich. Deshalb möchte ich mit einigen grundlegenden Fragen beginnen.
Wann hat deine Karriere als Pfeifenraucher begonnen? Wie kamst du zur Pfeife und schließlich zum Mischen von Tabaken?

Greg: Ich begann mich für das Pfeiferauchen zu interessieren, als ich etwa 16 Jahre alt war. Ich hatte einen Chemielehrer, der mich in vielerlei Hinsicht stark beeinflusst und inspiriert hat. Auch er rauchte Pfeife. Heute ist es für die meisten von uns schwer vorstellbar, dass Pfeifenraucher so viel Freiheit haben, aber so war das damals. Er rauchte seine Pfeife im Büro und manchmal sogar in der Vorlesung! Die Pfeife hatte für mich schon damals etwas Anziehendes. Es war nicht irgendetwas Bestimmtes, sondern der ganze Prozess – die Schönheit der Pfeife selbst, das Ritual des Füllens des Pfeifenkopfes, die Aromen des Tabaks. All das. Meine Faszination für Pfeifen selbst begann eigentlich schon viel früher. Mein Vater hatte einen Freund, einen Physiker, der Pfeifenraucher war. Eines Tages fragte ich diesen nach seinen Pfeifen, und daraufhin nahm er sich Zeit, zeigte mir seine Pfeifen und erklärte mir, was jede einzelne von ihnen besonders machte.

Als ich etwa 16 war, gefiel mir die Idee der Pfeife sehr. Ich hatte mich nie für Zigaretten oder das „Rauchen“ an sich interessiert, aber ich mochte das Ritual der Pfeife, ihre Geschichte, und so beschloss ich, das Pfeiferauchen zu versuchen. Vermutlich wie bei den meisten von uns, waren meine ersten Versuche nicht besonders erfolgreich. Ich besorgte mir eine billige Pfeife aus dem „drug store“ und einen Beutel Borkum Riff, das war der Tabak, den Herr Havel rauchte. Ich hatte keine Ahnung, wie man eine Pfeife stopft, wie man sie anzündet oder wie man sie am Laufen hält. Ich empfand die ganze Erfahrung tatsächlich als ziemlich unangenehm, aber es war mir zu peinlich, um Hilfe zu bitten, so dass die ersten Versuche nicht sehr lange anhielten.

Als ich zur Universität ging, war Pfeifenrauchen allgegenwärtig. Viele Professoren rauchten Pfeife, während sie über den Campus spazierten. So kehrte die Faszination zurück und also ging ich zum örtlichen Tabakladen, um mich beraten zu lassen. Ich kaufte meine erste anständige Pfeife, eine Charatan Second, die mich etwa 16 Dollar kostete, und begann, verschiedene Tabaksorten auszuprobieren, wobei mich die sehr sachkundigen Leute im Tabakladen mit Rat und Tat unterstützten. Schließlich machte es „klick“. Ich vertiefte mich in die Materie und lernte so viel wie möglich über Pfeifen, über Tabak, über die verschiedenen Blattsorten, die Verarbeitung und das Blenden. Das war der eigentliche Beginn einer lebenslangen Reise.
Irgendwann arbeitete ich in Teilzeit im Laden und lernte viel über das Blenden von Tabak. Das war für mich faszinierend, fast wie eine Art Alchemie. Ich habe schon immer gerne gekocht, und das Blenden von Tabak war ähnlich – das Kombinieren von Zutaten, um etwas zu kreieren, was edler ist als seine einzelnen Bestandteile. Aber ich hatte keine Ahnung, dass ich das jemals beruflich machen würde.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Spulen wir vor ins Jahr 1998. Ich machte gerade eine Pause von meiner Karriere als Informatiker. Eines Tages rief mich ein Freund an und erzählte mir, dass ein weiterer bekannter Pfeifentabak vom Markt verschwunden war. Pfeifenrauchen war nicht mehr so populär wie früher, und viele Marken waren entweder verschwunden oder wurden eingestellt. Wir sprachen darüber und gründeten ein Unternehmen. Einfach so. Ich hatte keine Ahnung, wie ich anfangen sollte! Ich kaufte eine teure Dosenmaschine, Kisten mit Dosen, lernte etwas über Grafikdesign, damit ich Etiketten machen konnte, knüpfte Kontakte zu Tabaklieferanten und begann Blends zu kreieren. Es war ein bisschen verrückt. Ich stellte die Mischungen in meiner Küche zusammen, wog sie ab und doste sie mit meiner manuellen Maschine ein. Es brauchte 22 Kurbelumdrehungen, um eine Dose zu verschließen.

Nach etwa 18 Monaten führten Meinungsverschiedenheiten zu einer unschönen Trennung mit meinem Geschäftspartner, aber ich hatte wirklich Spaß an dem, was ich tat und so fing ich im Jahr 2000 mit der Marke G. L. Pease neu an. Kaum zu glauben, dass das jetzt schon über 20 Jahre her ist.

S.: Das ist eine tolle Geschichte… und wenn du jetzt noch das größte Geheimnis von allen lüften könntest: Was bedeutet das „L.“ in deinem Namen?

G.: Was das L. angeht, so macht es mir zu viel Spaß, es weiterhin als ein Geheimnis zu bewahren ;)

S.: Nun, obwohl ich vier Jahre früher als du mit dem Pfeifenrauchen begonnen habe, bin ich leider kein Tabakmischer geworden. Vielleicht liegt es an dem fehlenden „L.“ in meinem Namen ;)
Welche deiner Tabakblends wurden von klassischen Pfeifentabaken der Vergangenheit inspiriert? Gibt es echte Repliken?

G.: Ich nehme an, dass alle meine Mischungen in gewissem Sinne von den Klassikern „inspiriert“ sind, aber nur bei einigen handelt es sich um echte Versuche eines Nachbaus. Piccadilly entstand aus dem Wunsch heraus, eine wenig bekannte Mischung nachzubauen, die von Gallaher für Benson & Hedges hergestellt wurde. Sie hieß „Finest Smoking Mixture“ und gefiel mir sehr gut, aber sie war nicht sehr lange auf dem Markt, also wollte ich etwas herstellen, das ihr so nahe wie möglich kommt. Ich glaube, mein Nachbau war ziemlich erfolgreich. Der andere Blend ist Westminster, den ich der ursprünglichen Dunhill London Mixture nachempfinden wollte, die sich ja sehr von der späteren London Mixture unterschied. Auch mit diesem Blend bin ich ziemlich zufrieden, obwohl es wirklich schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, etwas Aktuelles mit etwas Jahrzehnte altem zu vergleichen.

S.: Welcher Pfeifentabak ist dein persönlicher Favorit unter den alten Klassikern und gibt es für dich einen Liebling in deiner eigenen Serie?

G.: Einer meiner absoluten Lieblingstabake war und ist Garfinkel’s Orient Express #11. Ich habe immer noch eine Menge Dosen dieses Tabaks. Er wurde in den späten 1970er Jahren von Sobranie für Garfinkel’s hergestellt, einem Tabakladen in Washington DC, der leider vor ein paar Jahren sein Geschäft aufgab. Ich habe noch ein paar Dosen davon in meinem „Keller“. Wenn die weg sind, dann sind die weg. Ich habe noch nicht einmal versucht, diesen Tabak nachzubauen.

Was meine eigenen Mischungen angeht, so weiß ich, dass es ein Klischee ist, aber ich kann nicht wirklich einen Lieblingsblend nennen. Jeder von ihnen ist eine individuelle Sache für mich.

S.: Rauchst du auch noch die ganz gewöhnlichen Tabake, die man an jedem Kiosk kaufen kann, wie Mac Baren und Stanwell oder amerikanische Tabake wie Half & Half?

G.: Ich rauche natürlich meistens meine eigenen Blends und Vintage-Tabake, die ich über die Jahre gesammelt habe.

S.: Gibt es irgendwelche Bücher, mit denen man das Mischen von Tabaken lernen kann? Oder braucht man dafür unbedingt einen Lehrer? Ist es möglich, sich das selbst beizubringen?

G.: Der beste und wirklich einzige Weg, um das Blenden zu lernen, ist es selbst einfach zu tun. Es gibt keinen Kurs, keine Lehre, keine Bücher, die das Handwerk wirklich lehren. Es fängt damit an, dass man alle einzelnen Komponenten verkostet, sich tonnenweise Notizen macht, jede für sich erlernt und dann sieht, wie sie miteinander interagieren – selbst eine einfache Zutat wie Perique oder Latakia kann sehr unterschiedliche Eigenschaften entwickeln, wenn sie mit einem anderen Tabak kombiniert wird. Vor allem am Anfang habe ich viel ausprobiert; ich habe weit mehr schlechte als gute Mischungen gemacht, aber wie bei so vielen Dingen lernen wir mehr aus unseren Fehlern als aus unseren Erfolgen.

S.: Heute war der Tag, an dem deine Tabake das erste Mal in Deutschland auf den Markt kamen und es sieht nach einem großen Erfolg aus – nun, ich glaube, niemand hat etwas anderes erwartet.
Welche Bedeutung hat es für dich, dass deine Blends nun auch auf dem deutschen Markt erhältlich sind?

G.: Ich bin wirklich begeistert, dass wir endlich auf dem deutschen Markt Fuß fassen können, und hoffe, dass dies einige Türen für einen breiteren europäischen Vertrieb öffnen wird. Ich weiß, dass viele Pfeifenraucher auf eurer Seite des großen Teichs frustrierende Erfahrungen gemacht haben, als sie versuchten meine Tabake durch die Stromschnellen der Importgesetze und Steuern zu bekommen, also ist das wirklich ein wunderbarer Schritt.

S.: Welche deiner Blends würdest du deinen neuen deutschen Kunden als Einstieg in die Welt der GLP-Tabake empfehlen?

G.: Tatsächlich weiß ich nicht, welche Blends ausgewählt wurden. Wenn du sie mir mitteilen könntest, dann könnte ich genauer darauf antworten.

S.: Die Blends sind Cairo, Odyssey, Quiet Nights, Spark Plug, Union Square und Windjammer.

G.: Eine interessante und gute Auswahl. Ich hätte noch einige weitere ausgewählt, darunter mein neuester Blend Géométrie, Bankside und einige Klassiker wie Piccadilly, Chelsea Morning, Fillmore, vielleicht Regent’s Flake oder Temple Bar. Aber es ist ein guter Anfang.

Zum Einstieg in meine Blends sei gesagt, dass Windjammer sehr beliebt geworden ist und es ein so einzigartiger Tabak ist, dass sich ein Besuch hier sicherlich lohnt.
Quiet Nights ist seit langem ein Favorit vieler Raucher und ist eine wunderbar komplexe und interessante Mischung mit Latakia-Anteil.
Union Square ist so rein wie ein Virginia nur sein kann, ohne jegliche Zusatz- oder Aromastoffe.

S.: Iceman aus dem Forum möchte wissen, ob ihr eure Tabake auch in Tüten verkauft. (GLP-Tabake sind hier ziemlich teuer, in Deutschland werden sie für über 22 $ gehandelt werden).

G.: Nein, meine Blends sind nicht in Tüten, sondern nur in Dosen erhältlich.

S.: Wie zufrieden bist du mit den Rohtabaken für deine Blends in Bezug auf Qualität und Verfügbarkeit? Gibt es irgendwelche Wünsche deinerseits bezüglich der Rohtabake?
Wie sieht es mit syrischem Latakia aus? Glaubst du, dass es in Zukunft wieder syrischen Latakia geben wird?

G.: Das Blattgut, zu dem wir Zugang haben, ist so gut wie oder sogar besser als je zuvor. Ich weiß, dass es einige Gerüchte über schlechte Blattqualitäten gab, die einen Hersteller dazu brachten, das Geschäft aufzugeben, aber das ist einfach nicht wahr. Es ist nicht schwer, exquisite Rohtabake zu bekommen. Was schwer ist, ist die Auswahl einzugrenzen!

Die Sache mit dem syrischem Tabak ist natürlich eine andere Geschichte. Es gibt keinen syrischen Latakia. Es hat schon sehr lange keinen mehr gegeben. Der syrische Latakia, den wir durch den Brand vor einigen Jahren verloren haben, war ein außergewöhnlicher Jahrgangs-Latakia, der schon viele Jahre alt war. Es ist unwahrscheinlich, dass wir so etwas jemals in die Finger kriegen werden. Es gibt dort zu viele Konflikte und politische Unruhen, und es gibt profitablere Anbauprodukte, die weniger ressourcen- und arbeitsintensiv sind.

S.: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Cornell & Diehl? Mischst du die Tabaksorten selbst oder überwachst du das Verfahren? Oder lieferst du die Rezepte und C & D übernimmt die gesamte Herstellung?

G.: Ich kreiere die Blends, sie stellen die Produkte nach meinen Vorgaben und Protokollen her und kümmern sich auch um den gesamten Vertrieb. Wir arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen, und ich könnte mit unserer Zusammenarbeit nicht zufriedener sein. Jeremy und ich arbeiten beide gut zusammen und sind im Laufe der Jahre gute Freunde geworden.

S.: Hast du irgendwelche Testraucher, die deine Kreationen rauchen und bewerten, bevor sie auf den Markt kommen?

G.: Früher hatte ich ein kleines Gremium von Verkostern, die mir ihre Meinung zu den von mir entwickelten Produkten gaben. Heutzutage geschieht das meist intern.

S.: In Deutschland ist es üblich, eine Pfeife mit einem Filter zu rauchen. Möchtest du jetzt, da du das weißt, deine Mischungen wieder vom deutschen Markt zurück nehmen?
Ernsthaft: Welche Erfahrungen hast du selbst mit verschiedenen Filtern gemacht, falls du jemals mit ihnen geraucht haben solltest? Glaubst du, dass das Rauchen mit einem Filter eine gute Wahl für deine Tabake ist?

G.: Ehrlich gesagt, habe ich so gut wie keine Erfahrungen mit Filtern. Ein Freund von mir war ein ziemlicher Verfechter von Meerschaum-Filtern, und ich habe oft daran gedacht, die verschiedenen Sorten auszuprobieren, um zu sehen, was sie mit den Raucheigenschaften machen. Ich habe mich einfach noch nicht dazu durchgerungen.

S.: Unser Mitglied Ohngesicht möchte wissen, welche Erfahrungen du mit anderen Pfeifenhölzern als Bruyere gemacht hast. Morta, Olivenholz… und was ist mit Meerschaum- und Maiskolbenpfeifen?

G.: Ich habe sie alle geraucht. Jede hat ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften. Gelegentlich rauche ich auch Tonpfeifen und genieße diese Erfahrung. Aber ich komme immer wieder auf Bruyère zurück.

S.: Deutsche Männer sind von ihren Frauen sehr gut erzogen worden. Die meisten von uns gehen zum Rauchen nach draußen, weil die Liebste keinen Rauch in ihren vier Wänden duldet.
Gibt es eine Frau, die Gregory L. Pease zum Rauchen nach draußen schickt?

G.: Ich bin tatsächlich in der glücklichen Lage, ein „Büro“ zu haben, in dem ich nach Herzenslust rauchen kann. Ich MUSS nie zum Rauchen nach draußen gehen, aber ich gehe gerne mit Pfeife spazieren.

S.: In Deutschland ist es üblich, Hocharomaten zu rauchen. Wird es in Zukunft noch stärker aromatisierte GLP-Tabake als Virginia Cream und Haddo’s Delight geben?
Was ist mit „Modern-English-Aromaten“? (Latakia-Aromat, wie dein Malteser Falcon, der ja eine Ingwercasing hat).

G.: Ich kann nicht sagen, was in Zukunft kommen wird, denn alles ist möglich. Vielleicht mehr Aromaten, vielleicht mehr Virginias. Wir werden alle abwarten müssen und schauen, was kommt. Was den Maltese Falcon angeht, so habe ich keine Ahnung, woher die Idee mit dem „Ingwercasing“ stammt. Es ist nicht das erste Mal, dass sich jemand danach erkundigt, aber diese Mischung enthält überhaupt keine Aromen. Ich vermute, dass es sich um das in der Beschreibung erwähnte „geheimnisvolle Gewürz“ handelt. Es ist kein Zusatzstoff. Es sind nur die natürlichen Tabakaromen!

S.: Ich konnte das Aroma zunächst auch nicht als Ingwer identifizieren, aber ich habe Two Friends Valle Crucis geraucht, von dem bekannt ist, dass es ein Ingwercasing hat. Ich fand, dass dies das gleiche Aroma wie bei Maltese Falcon war, nur viel stärker.

Wir hatten früher schon mal über Zusatzstoffe in Tabaken gesprochen. Wesley möchte wissen: „Was für ein Pulver wird dem Tabak in den U.S.A. beigemischt, so dass beim Rauchen nur ein kleines Häufchen Asche übrig bleibt, selbst wenn der Tabak noch feucht ist?“

G.: Schießpulver. Es unterstützt den Abbrand…

S.: Oder Kaliumchlorat. Das ist auch sehr gut! Hey, ich hatte auch zwei rauchende Chemieprofessoren! ;)

G.: Ich hoffe, die haben das KClO3 von den Pfeifen fern gehalten.

S.: Gewiss. Die rauchten beide Zigarren ;-P

G.: Also im Ernst, wir verwenden nichts, um den Abbrand zu unterstützen. Die reine Asche ist tatsächlich ein Ergebnis der Reinheit des Tabaks, ganz ohne Feuchthaltemittel. Dies ist einer der Gründe, warum ich meine Mischungen nur in Dosen verkaufe. Der Verkauf in Tüten oder Beuteln würde die Zugabe von Feuchthaltemitteln erfordern, um sie im Regal „frisch“ zu halten.

S.: Es ist also ein Zeichen für besonders hohe Qualität.
Viele Leute hier wollen das wissen: Warum könnt ihr keine „anständigen“ Flakes und Plugs machen? ;-) (In Europa sind wir es gewohnt, „echte Flakes“ in größeren, festen Scheiben vorliegen zu haben; amerikanische Flakes neigen dazu, auseinanderzufallen. Wir würden sie eher „Broken Flake“ nennen.)

G.: Jeder Blender hat seinen eigenen Stil, seine eigenen Methoden. Ich könnte festere Flakes herstellen, entscheide mich aber dafür, keine Bindemittel oder zugesetzten Zucker zu verwenden. Manche Tabaksorten haften fester als andere.

Auch bei den Plugs gibt es eine Grenze zwischen so hart, dass sie sich ohne Bandsäge nicht schneiden lassen, und so locker, dass sie einfach auseinanderfallen. Wir bemühen uns um einen goldenen Mittelweg.

S.: Seit diesem Jahr versuche ich mich darin, Tabake im Ofen zu backen, um die Alterung zu simulieren. Hast du selbst Erfahrungen damit gemacht?

G.: Das Backen des Tabaks simuliert nicht die Alterung, aber es führt dazu, dass sich die verschiedenen Blätter besser miteinander verbinden. Es verändert auch die Art der chemischen Reaktionen, die in einer Dose mit natürlicher Alterung ablaufen. Das ist weder gut noch schlecht, es ist einfach so, wie es ist. Tabak in der Dose hat noch Leben in sich, wie ein Wein in der Flasche. Die besten Ergebnisse erzielt man im Laufe der Zeit bei Temperaturen und Schwankungen, die nicht dramatisch sind. Ein Freund von mir schickte mir einmal Odyssey, den er gebacken hatte und dann ein paar Jahre lang reifen ließ. Ich verglich sie mit einer ungebackenen Dose, und es war, als wären es zwei verschiedene Tabaksorten. Nicht, dass sein Tabak nicht immer noch gut gewesen wäre, aber er war viel weniger komplex, weniger interessant als der normal gereifte.

S.: Zum Thema Alterung: Wenn man eine Dose öffnet und sie wieder luftdicht verschließt, altert der Tabak dann weiter oder wird der Prozess gestoppt?

G.: Das Öffnen einer Dose stoppt den Alterungsprozess nicht, aber es verändert ihn. Du musst bedenken, dass Tabak in einer versiegelten Dose ein in sich geschlossenes System bildet. Wenn man einen Teil dieses Systems verändert, wirkt sich das im Laufe der Zeit auf das Ganze aus. Aber wenn man die Dose zum Beispiel wieder versiegelt, beginnt eine neue Kaskade von Prozessen. Wenn du zwei Dosen desselben Tabaks nimmst und beide fünf Jahre lang lagern, aber eine davon nach der Hälfte der Zeit öffnen und wieder verschließen würdest, hast du am Ende zwei verschiedene Produkte. Sie werden beide gut sein, aber unterschiedlich.

S.: Kann man mit dem Blenden von Tabak in Amerika ein gutes Einkommen erzielen? Bist du jetzt ein Millionär?

G.: Nein, ich bin weit davon entfernt, ein Millionär zu sein. Vielleicht könnt ihr das ja jetzt, nachdem meine Blends nach Deutschland kommen, möglich machen 😎

S: Für welche anderen Bereiche außer Tabak interessierst du dich?

G.: Andere Interessen? Da gibt es zu viele, um sie aufzuzählen. Ich habe mich schon immer für so ziemlich alles interessiert!

S.: Dusty würde gerne wissen, welche Musik du gerne hörst und welche Bücher du beim Pfeiferauchen liest.

G.: Mein Musikgeschmack ist ziemlich eklektisch. Ich höre fast alles, von Klassik bis Metal. Ich bin nicht wirklich ein Fan von Rap. Ich lese fast alles!
Manche würden sagen, meine Interessen sind ZU breit gefächert. Diese Liste ist sehr, sehr lang.

S.: Die letzte Frage betrifft mein persönliches Interesse. Ich bin ein großer Freund von Latakia-Blends, die eine besondere Eigenschaft haben, nämlich ausgeprägte „fragrante Aromen“ oder „parfümige Obernoten“. Das finde ich leider sehr selten. Es ist besonders in Penzance und in einigen alten McClelland-Blends vorhanden, aber auch in Lagonda oder Odyssey, wenn man einen guten Geruchssinn hat. Was ist die Ursache für diese parfümähnlichen Obernoten und warum sind sie so selten zu schmecken?

G.: Die parfümartigen Noten, die du erwähnst, resultieren, zumindest bei Lagonda und Odyssey, aus dem Zusammenspiel von Orient und Latakia. Manchmal haben die Orientnoten etwas Weihrauchartiges an sich. Das ist alles Teil der Synergie der verschiedenen Blätter. Tabak ist eine wirklich faszinierende Sache.

S.: Ganz herzlichen Dank, Greg, dass du dir die Zeit genommen hast, auf die vielen Fragen zu antworten. Wir alle wünschen uns, dass deine Tabake in Deutschland ein Erfolg werden und dass schließlich das gesamte Sortiment von dir angeboten werden kann.

G.: Vielen Dank für das Gespräch. Es war mir wirklich ein Vergnügen.

S.: Und BITTE mache weiter so hervorragende Blends für uns!

G.: Ich werde mein Bestes tun. Danke Sebastian!

Die Homepage von Greg:
https://www.glpease.com/

Die Firesidekolumne von Greg ist zu finden unter:
https://pipesmagazine.com/blog/category/fireside/

Instagram: G.L. Pease

Pipe Dreams Forum:
https://www.pipe-dreams.de/