Neuer Tabak ist da: Der Pipe Republic Isle of Thanet geht „back to the roots“

Zunächst hier einmal die Vorankündigung, das unser Blog von nun an für zwei Wochen Sommerpause macht. Danach geht es dann weiter!

Der Pipe Republic Isle of Thanet 100g findet sich hier -> Pipe Republic Isle of Thanet 100g

Der Pipe Republic Isle of Thanet 50g findet sich hier -> Pipe Republic 50g

Was lange währt, währt endlich gut!

Wir hatten bereits darüber berichtet, das wir einen neuen Tabak „in der Mache“ haben. Doch leider zog sich die Sache etwas in die Länge. Denn wie im Moment in sehr vielen anderen Bereichen gab es Probleme in der Druckerei. Das heisst, der Tabak stand „fertig herum“, aber er musste auf die Etiketten warten. Gut, wir alle wissen mittlerweile das Tabak reifen zu lassen nicht das schlechteste ist.

Jedenfalls war es in dieser Woche endlich so weit, der neue Isle of Thanet war da! Es ist unser erster Tabak den wir zusammen mit der Firma Kohlhase & Kopp „von der Pike auf“ zusammengestellt haben. Dabei war die Mischung eine absolute Punktlandung, was ganz und gar nicht selbstverständlich ist. Meistens ist es sogar so, das viele Muster hin- und her geschickt werden bis die Mischung so ausfällt, wie man sie sich vorstellt. Doch der Isle of Thanet war der allererste Versuch, und der landete direkt ins Schwarze.

Es hat sicherlich auch damit zu tun das wir mit dem Tabakmeister sehr gut und produktiv kommunizieren konnten. Vorgabe war es, einen Tabak englischer Art zu schaffen, der zu den Ursprüngen der englischen Mischungen zurückgeht. Wenn man zu etwas ursprünglichem zurück will, macht es häufig Sinn etwas weg zu lassen. Zu reduzieren. Sich auf das wesentliche zu beschränken.

Genau dies wurde beim Isle of Thanet getan. Denn er enthält weder Black Cavendish, der den Tabak deutlich weicher machen würde. Und auch keinen Burley, der je nach Sorte Kraft oder Süße hineingeben würde. Genausowenig findet man Dark Fired Kentucky oder Perique, die den Tabak deutlich würziger erscheinen lassen würden.

Natürlich wurde auch komplett auf Aromatisierung verzichtet.

Daher enthalt die Mischung ganz genau drei Komponenten.

  • Latakia
  • Orient
  • Virginia

Mehr nicht. Und wer ihn probiert, wird merken das es so auch ziemlich gut passt.

Der Latakiagehalt ist so gewählt, das man ihn durchaus spürt, bei ca 40%. Soweit so gut, andere Mischungen haben einen ähnlichen Latakiagehalt. Außergewöhnlich wird es für eine moderne Mischung erst bei einem Orientanteil von 40%, und einem eher geringen Virginiaanteil von 20%.

Wieso das?

Englische Tabake- oder das man heutzutage darunter versteht, also Pfeifentabake die in der englischen Oberschicht sehr verbreitet waren nannte man auch schlicht „Orientals“. Orienttabak galt als das feinste, beste und natürlich teuerste Tabak. Latakia zählte man dazu. Man schätze diese wegen des starken Aromas und Geruchs den er beim Rauchen verströhmte. Dies hatte den angenehmen Nebeneffekt, das er Körpergerüche übertünchte.

Virginia hatte in diesen Mischungen häufig nur am Rande etwas zu suchen. Dieser landete vorzugsweise in den Flakes, Plugs, Ropes und Ready Rubbed Tabaken der arbeitenden Bevölkerung.

So schafft der Isle of Thanet unserer Meinung nach den Spagat zwischen Moderne und viktorianischem England sehr gut.

Der Latakia liefert ihm die erforderliche Rauchigkeit, der Orient liefert cremig- blumige Aromen und Raffinesse, der dunkle Virginia gibt etwas Kraft und Struktur und dient gewissermaßen als „Kleister“, der die unterschiedlichen Komponenten bindet.

Im Geschmack ist er zunächst ungestüm und robust, wird dann im Rauchverlauf aber weicher und finessenreicher. Man darf sich nicht vertun, er ist gut mittlekräftig. Dabei aber recht komplex und niemals langweilig.

Der Schnitt ist locker und langfaserig, so wie es sich für einen typischen Vertreter seiner Gattung gehört.

Diesmal musste allerdings etwas mehr Feuchtigkeit der Mischung hinzugegeben werden, damit sich die Komponenten besser miteinander verbinden. So macht es durchaus Sinn, den Isle auf Thanet etwas trocknen zu lassen bevor man ihn raucht.

Dieses mal sind wir übrigens von Anfang an den Weg gegangen, den Tabak in 50 und 100g anzubieten. Wählen Sie also selbst.

Wie sie vielleicht merken, sind wir ein bisschen Stolz auf unser „Baby“. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie ihn probieren würden. Fans natürlicher Tabake werden ihre wahre Freude haben.

Ein großer Dank noch an die Firma Kohlhase & Kopp, insbesondere auch an Herrn Nitsche für die überaus gekonnte und kompetente Umsetzung.

Bing Crosby: Sänger, Schauspieler und Namensgeber eines Pfeifen-Shapes

Wer sich mit US-amerikanischen Filmen und der Musik der 40er, 50er und 60er Jahre beschäftigt, wird an ihm nicht vorbeikommen. Bing oder Harry Lillis Crosby, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, war ein überaus bekannter und populärer Musiker und Schauspieler seiner Zeit. Wieso wir das ausgerechnet an dieser Stelle so herausstellen?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen war Bing Crosby selbst leidenschaftlicher Pfeifenraucher. Er war selten ohne Pfeife anzutreffen. Zum anderen hat sein Pfeifengeschmack ein bis heute sehr beliebtes Pfeifenshape „begründet“ – die „Bing“. Zu guter Letzt hat Savinelli mit der „New Favourite Bing“ eine Serie aufgelegt, die sehr nah am Original und dennoch sehr zeitgemäß ist. Aber dazu später mehr.

Wir wollen hier nicht in aller Ausführlichkeit auf sein künstlerisches Schaffen eingehen. Dafür gibt es sehr gute Wikipedia-Artikel. Vielmehr wollen wir seine Art, Pfeife zu rauchen, etwas näher beleuchten.

Bing Crosby fing mit dem Pfeifenrauchen aus einem bestimmten Grund an. Seine Mutter hatte eine starke Aversion gegen Zigaretten, und verbot es ihm, diese im Haus zu rauchen. Gegen eine Pfeife hatte sie allerdings überhaupt nichts einzuwenden. Also blieb er dabei.

Er war ein Pfeifenraucher, der die Pfeife gerne im Mund trug. Dafür mussten seine Pfeifen leicht sein und ein gut ausgearbeitetes Mundstück haben. Als jemand, der früh im Umgang mit Medien und der Presse geübt war, bemerkte er allerdings, dass herkömmliche Pfeifen oft etwas kurz und untersetzt auf Fotos schienen. Er fand, dass sie sein Gesicht verdecken, und wenig zu seiner Statur passten.

Also ließ er sich eine Pfeife bauen, die es so bisher noch gar nicht gab. Ein mittelgroßer Billard-Kopf, mit etwas längerem Holm und etwas längerem Mundstück. So hatte der Pfeifenkopf mehr Abstand zum Gesicht und verdeckte es nicht.

Ein neues Pfeifenshape war geboren, die „Bing“. Doch zu diesem Zeitpunkt nannte man es wahrscheinlich noch nicht so. Es ist auch schwer zu rekonstruieren, wer ihm diese Pfeife baute. Aber es könnte Mastercraft gewesen sein, eine bekannte amerikanische Pfeifenmarke, für die er auch Zeitschriftenwerbung machte. Der Hersteller ließ sowohl in England wie auch in Frankreich fertigen, hier zum größtem Teil aus feinem algerischen Bruyere.

Bing Crosby hatte in den 60er Jahren eine stattliche Pfeifensammlung von über 150 Pfeifen angehäuft. Viele wurden ihm von amerikanischen Soldaten geschenkt, um ihm für seine moralische Unterstützung während des Krieges zu danken.

Da er in der Öffentlichkeit stand, fragte man ihn häufig nach seiner Empfehlung für eine bestimmte Marke oder Pfeifenart. Diese Fragen beantwortete er allerdings ganz im Stile eines echten Pfeifenrauchers sinngemäß so:

„Es kommt nicht unbedingt darauf an, wieviel eine Pfeife kostet oder welche Marke sie hat. Vielmehr kommt es darauf an, dass der Pfeifenraucher seine Pfeife langsam und mit Bedacht raucht, sowie seine Pfeife gut und regelmäßig reinigt. Das ist viel wichtiger als alles andere.“

Zu seinen Tabakvorlieben finden sich ebenfalls ziemlich konkrete Angaben, er bevorzugte einen Tabak namens „Hayward Mixture“, einen auf Burley basierten und mit etwas Latakia und Virginia angereicherten Mittelschnitt. Zu kräftige oder auch zu süße Tabake waren seine Sache nicht. Leider ist dieser Tabak heutzutage nicht mehr erhältlich.

Bing Crosby starb 1977 auf einem Golfplatz in Spanien spontan und aus heiterem Himmel an Herzversagen. Golf war eine weitere Leidenschaft.

Da Bing oft die Welt bereiste, war sein Anblick mit dieser spezifischen, etwas längeren Pfeife ein vertrauter Anblick und sein Name sehr geläufig.

Savinelli nahm das Thema auf, und brauchte zunächst ein Modell in hochwertiger, heller „Corallo“-Rustizierung auf den Markt. Man nannte sie „Bing’s Favourite“. Diese Pfeife hatte ein gerades Mundstück. Später kam die Serie „Bing’s Favourite“ hinzu. Diese Pfeifen hatten ebenfalls einen schlanken Billardkopf, einen längeren Holm, und längeres Mundstück. Die Serie gibt es noch heute, und sie ist vielen Pfeifenrauchern ein Begriff.

Allerdings haben diese Pfeifen ein etwas gebogenes Mundstück. Savinelli will die Pfeife so besser ausbalancieren, wenn man sie im Mund trägt. Doch das verändert den Charakter der Pfeife so ganz erheblich. Dies ist vielen Pfeifenrauchern aufgefallen. Und manchmal konnte man Kommentare lesen wie zum Beispiel: „Die Pfeifen sind sehr schön und elegant. Wenn sie nur ein gerades Mundstück hätten, hätte ich schon längst eine.“

Uns ist dieser Umstand aufgefallen, und wir haben es an unseren Lieferanten und zuverlässigen Ansprechpartner Kopp Pipes weitergegeben. Bei Kopp pflegt man angenehmerweise einen kurzen Draht zu seiner Kundschaft wie auch zu den Herstellern, und in nullkommanix war eine kleine Serie Savinelli Bing mit GERADEM Mundstück in Auftrag gegeben. Als Versuchsballon gewissermaßen. Das Resultat finden Sie nun endlich bei uns im Shop. -> Savinelli Bing’s

Ohne zu übertreiben, können wir sagen, das nun das Thema perfekt umgesetzt wurde. Schlanker Kopf, langer Holm, langes, gerades Mundstück. Zu allem Überfluss hat die Pfeife sogar noch einen Silberring verpasst bekommen. So wie auch Bing Crosbys Pfeifen meistens einen Silberring hatten. Als Zugeständnis an moderne Zeiten bietet diese Serie allerdings Platz für 6mm Filter. Wir sind begeistert!

Das Shape gibt es natürlich auch bei anderen Herstellern. Bei Dunhill gehört es zu den Bestsellern. Bings von Dunhill sind auch bei uns im Shop immer zuerst ausverkauft.

Außerdem hat sich der Pfeifenmacher Bruno Nuttens einen echten Namen für seine Interpretationen der „Bing“ gemacht. Seine Varianten haben häufig einen ausgesprochen dünnen Holm. Diese Pfeifen sind dann natürlich ohne Filterbohrung.

Wir hoffen wir konnten Ihnen die Hintergründe zum immer beliebter werdenden Pfeifenshape „Bing“ näherbringen“ Aufgrund der besonderen Charakteristik und Bauart sind solche Pfeifen leider nicht mit 9mm Bohrung üblich. Aber vielleicht versuchen Sie einmal eine Savinelli mit 6mm Bohrung?

 

Falcon: Eine britische Pfeifenlegende mit System

Mein Kollege regte erst kürzlich an, einen Blogbeitrag über Pfeifen zu machen, die sich besonders dafür eignen, auf Reisen mitgenommen zu werden. Sei es bei einer Wanderung, in den Urlaub oder einfach in den Garten.

Was liegt da näher, als einmal auf Falcon Systempfeifen einzugehen? Denn unserer Meinung nach sind sie geradezu perfekt dafür geeignet, Sie unterwegs zu begleiten.

Zu unseren Falcon-Pfeifen: Falcon Köpfe und Unterteile

Doch zunächst zu den Hintergründen:

Die Geschichte der Falcon-Systempfeifen geht bis in das Jahr 1936 zurück. Es war der Ingenieur Kenly Bugg, der das Konzept einer Pfeife mit Aluminiumholm und Bruyèreholz-Pfeifenkopf erfand. Dabei wählte er Aluminium auch wegen seiner Leichtigkeit und Robustheit, aber vor allem wegen seiner Fähigkeit, Wärme zu leiten. Die Idee dahinter war, das Aluminium als Kondensationsfläche zu nutzen, um den Rauch zu trocknen und zu kühlen. Die dabei entstehende Feuchtigkeit sollte durch Baumwolle aufgenommen werden.

In den 40er Jahren wurden Falcon-Pfeifen in den USA hergestellt und vorwiegend auf dem einheimischen Markt angeboten. Als kriegsbedingt strategisch wichtige Materialien (Aluminium) eingespart werden mussten, kam die Produktion kurzzeitig ganz zum Erliegen. Kurz nach dem Krieg nahm die Produktion wieder Fahrt auf, auch wenn die Pfeifen überwiegend in „Service Stores“ des amerikanischen Militärs verkauft wurden. Aber schon im Jahr 1954 wurden nur in den USA 6 Millionen Falcon-Pfeifen verkauft!

Um die Marke internationaler aufzustellen, wurde ein eigenständiges Vertriebs- u. Produktionsunternehmen gegründet. Die Produktionsstätte wurde 1956 nach England verlegt. Hier ist sie auch heute noch zu finden. Verschiedene Produktionsstandorte kamen in den 60er Jahren in England hinzu und die Produktionszahlen stiegen in heute nicht mehr gekannte Höhen. Allein der kleinste Standort in Sheppards Bush, London, produzierte 10.000 Pfeifen in einer Woche(!)

Falcon Pfeifen hatten in den Sechziger und Siebziger Jahren im Vereinigten Königreich einen so durchschlagenden Erfolg, dass man höchstwahrscheinlich zu jeder Uhrzeit in jedem Ortskern einen Mann traf, der eine Falcon im Mundwinkel trug. Falcon wurde der Inbegriff für den englischen Pfeifenraucher. Das Konzept der wechselbaren Pfeifenköpfe und dadurch wirtschaftlicheren Beschaffung für den Fall, dass mal etwas zu Bruch geht, scheint perfekt zur britischen Mentalität zu passen. St.Bruno und Falcon waren das wohl am häufigsten anzutreffende Duo in englischen Pubs.

Falcon hatte zwischenzeitlich einige Besitzerwechsel, aber seit 2009 befindet sich die Produktion in Hertfordshire und erfreut sich einer guten Auftragslage. Zwar sind die Stückzahlen natürlich längst nicht mehr so hoch, deswegen musste das Unternehmen natürlich mitschrumpfen. Aber Falcon-Pfeifen haben nach wie vor Freunde, die diese Originale mit dem anglo-amerikanischen Flair zu schätzen wissen.
So viel zur Geschichte der Marke. Wer hier noch tiefer eintauchen möchte, sollte Google bemühen. Es gibt unzählige Veröffentlichungen von Sammlern aus dem anglo- amerikanischen Raum. Dort genießt die Marke noch heute höchstes Ansehen.
Zur Praxis und Erklärung möchte ich kurz von unserer Seite Zitieren: -> Falcon Pfeifen

 

Die Falcon Pfeifen bestehen aus zwei Teilen, dem Kopf (meist aus Bruyère) und dem so genannten Humidome inklusive Holm aus Aluminium. Das Mundstück ist aus angenehm bissfestem Hartgummi gefertigt.

Aus der Brennkammer wird der Rauch durch eine zentral gelegene Zugbohrung in einen Raum darunter geleitet, den Humidome. Durch das kühle Metall kondensiert alle Feuchtigkeit und bleibt in diesem Humidome zurück. Um diese Feuchtigkeit auch zu binden, bietet Falcon sogenannte Dry-Rings an, die Sie natürlich auch bei uns erwerben können.

Als nächstes bewegt sich der Rauch durch den Holm, der eine zusätzlich kühlende Wirkung hat.

Das Ergebnis ist ein sehr trockener und kühler Rauch, der ein besonderes Geschmackserlebnis verspricht.

Den Pfeifenkopf können Sie wie jede andere Pfeife auch mit Ihrem Pfeifenbesteck und Pfeifenreinigern säubern, während Sie den Holm einfach mit einem feuchten Tuch auswischen und einige Pfeifenreiniger durch den Rauchkanal ziehen.

Wenn Sie nun sofort Lust auf eine weitere Pfeife haben, so müssen Sie nur den Kopf vom Holm durch Drehen entfernen und einen neuen Kopf Anschrauben. Das löst auch so manches Platzproblem auf Reisen, da Sie ja nur einen Holm und verschiedene Köpfe einpacken müssen.

Es gibt die Pfeifenköpfe in verschiedensten Formen und Materialien, auch den Holm gibt es in verschiedenen Varianten. Ob Farbe, Form oder Oberfläche – für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Noch eine Ergänzung zu den Oben erwähnten „Dry-Rings„, die leider nicht immer erhältlich sind. Man kann sich sehr gut behelfen, wenn man in den „Humidome“ ein rund gebogenes Stück eines Pfeifenreinigers hineinlegt, ein Paar Nørding Keystones oder ähnliches. So wird das auftretende Kondensat sehr gut gebunden.

Eine Falcon komplett ohne Absorbierungsmaterialien zu rauchen, ist leider kein Vergnügen- so zumindest meine Erfahrung.

Es gibt jedenfalls eine breite Palette an Unterteilen und Köpfen, die alle wild miteinander kombiniert werden können. Auch Pfeifenmacher bieten immer wieder Köpfe an, die auf Falcon-Unterteile passen. Leider sind sie wie viele Artikel aus UK nicht immer lieferbar. Wir, und der Importeur, bemühen uns redlich um Nachschub. Aber das Problem scheint auch hier immer wieder der Versand von UK in die Europäische Union zu sein. Wir hoffen sehr, dass es sich irgendwann einspielt.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Vielleicht gehören auch Sie bald zur Fangemeinde?

Gruppenpfeife 2022, es geht los!

Sie haben es vielleicht in letztem Jahr schon verfolgt. Wir waren der Fachhandelspartner für die Lieferung von individualisierten Gruppenpfeifen. Ca. 130 Stück durften wir verschicken. Nun sucht die deutschsprachige Facebook-Pfeifengruppe „Facebooks Pfeifenfreunde“ mit ca. 5000 Mitgliedern wieder eine Gruppenpfeife für das Jahr 2022.

Dazu wird eine Abstimmung angesetzt, die dann die zu bauende Gruppenpfeife auserwählt. Vorab hatten sich die Mitglieder in einem Voting für ein Lovat-Shape ausgesprochen.

Derzeit werden in der Gruppe die Prototypen vorgestellt, die von den verschiedenen Herstellern geliefert werden. Dies in der Reihenfolge, in der sie eintreffen.

Dieses Jahr sind wir wieder Fachhandelspartner und haben dies zum Anlass genommen, um gewissermaßen eine „Ausschreibung“ bei unseren Lieferanten auszurufen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

da wir einen Wettbewerb zu einer Gruppenpfeife der Facebook-Seite „Facebooks Pfeifenfreunde“ mit ca. 5000 Mitgliedern fachhandelsseitig betreuen, möchten wir Sie ansprechen, ob Sie Interesse haben, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.
Den letztjährigen Wettbewerb hat Bruno Nuttens, ein belgisch- französischer Pfeifenmacher, gewonnen.
Er hat 130 Bent-Rhodesian in sandgestrahlter Qualität mit Silberring gefertigt.
Die Mitglieder waren sehr glücklich mit dem Stück und posten es auch heute noch regelmäßig auf verschiedenen Social Media Plattformen.
Die Wahl der diesjährigen Abstimmung ist auf ein Lovat-Shape (Billard-Kopf, längerer Holm, eventuell Applikation, kurzes Sattel-Mundstück) gefallen.
Die Pfeife soll je nach Wunsch MIT oder OHNE Filter (nicht mit Adapter) gefertigt werden.
Material: Bruyere.
Im letzten Jahr entfielen ca 75% auf die 9mm- und 25% auf die 4mm- Bohrung.
Wir rechnen mit einem Bedarf zwischen 100- 150 Pfeifen mit einem KVP bis 220,- €.
Das Thema Applikation, Oberfläche, Mundstück etc. überlassen wir Ihrer Vorstellungskraft – machen also keinerlei vorgaben.
Es sollte möglichst ein Prototyp- oder eine aussagekräftige Grafik gefertigt werden.
Dieser Vorschlag kommt dann zur Abstimmung.
Die Verwirklichung des Projekts sollte noch dieses Jahr (2022) abgeschlossen werden
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich beteiligen.
Es haben sich überraschend viele Hersteller und Marken zurückgemeldet, die mit einen Prototypen ins Rennen gehen wollen.
Dazu gehören:
– Mastro de Paja
– Barling
– Worobiec Pipes
– Anton Pipes
– Bruno Nuttens
– Brebbia
– Big Ben
– Giordano
– Mario Pascucci
– Stefano Santambrogio
Edit: Chacom ist auch mit dabei!
Und als besonderes Highlight:
– Tom Eltang
Wir freuen uns jedenfalls über das große Interesse der Hersteller und können so bestimmt „etwas Schwung in die Bude“ bekommen. Wettbewerb belebt den Markt.
Natürlich hoffen wir ebenso, dass diese Aktion bei den Gruppenmitgliedern und unseren Kunden ebenso positiv aufgenommen wird.
Wenn Sie Interesse haben, sich bei der Auswahl des Herstellers zu beteiligen, werden Sie Mitglied in der Pfeifengruppe und beteiligen sich an der Diskussion. Eine abschließende Abstimmung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Der Kauf wird dann ganz bequem über unseren Shop abgewickelt.
Wer den Zuschlag erhält, erfahren Sie hier oder in der entsprechenden Gruppe: -> Facebooks Pfeifenfreunde

Brebbia: 75 Jahre im Zeichen der Pfeife

Wenn man etwas zur Geschichte der italienischen Pfeifenmanufaktur Brebbia schreibt, stößt man unweigerlich auf die gemeinsamen Anfänge mit Achille Savinelli. Es war 1947, erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich Enea Buzzi und Achille Savinelli zusammen mit drei Facharbeitern und dem Startkapital von Onkel Bernardo anschickten, eine Pfeifenproduktion aufzubauen. Unglücklicherweise merkten die beiden recht schnell, dass ihre Ansichten in vielen geschäftlichen Belangen nicht immer zusammenpassten. 1956 gingen die beiden dann getrennte Wege, und Savinelli bezog eigene Räumlichkeiten in Molina di Barasso.
Frühe Brebbia-Pfeifen trugen das „MPB-Logo“ (Manifattura Pipe Brebbia), doch man stellte fest, dass dieser Name nicht wirklich verfing. Als 1968 Wettbewerbe im „Pfeife langsam Rauchen“ zunächst in Italien, dann auch international populär wurden, änderte man das Logo schlicht in „Brebbia“ und fügte die heute bekannte Raute hinzu.
Zu unserem Brebbia Sortiment -> Brebbia Pfeifen
Enea Buzzi und seine Fabrikmitarbeiter gründeten ein eigenes Langsamrauch-Team, das erfolgreich an mehreren Wettbewerben teilnahm und erheblich zur Bekanntheit des Markennamens beitrug. Zwischenzeitlich entwickelte sich das Unternehmen prächtig, 1977 schloss Eneas Sohn Luciano sein Architekturstudium ab und trat in das Unternehmen ein.
Als Luciano langsam mehr Aufgaben übernahm, reiste er durch ganz Europa mit dem Ziel, das Auslandsgeschäft wiederzubeleben. Er kam mit zahlreichen Eindrücken zurück. Er hatte bemerkt, dass die Pfeifenraucher in ganz Europa offenbar die Pfeife vermehrt als Accessoire wahrnahmen, das etwas über sie aussagt, und weniger als reines Rauchinstrument. Die erste von Luciano gestaltete Serie, ging 1979 vor allem auf den deutschen Markt ein, auf dem der 9mm Aktivkohlefilter zu seinem Siegeszug ansetzte. Diese und auch spätere Serien in den 80er Jahren waren besonders erfolgreich, da die Pfeifen zwar eine 9mm Bohrung hatten, aber von schlanker und eleganter Erscheinung waren. Dies machte Brebbia in Deutschland sehr bekannt.
Zunächst wurde 1992 ein großes Pfeifenmuseum gegründet, das zahlreiche Exponate aus Eneas eigenem Besitz beheimatet. Es ist auch heute noch nach vorheriger Anmeldung zu besuchen. Inzwischen sind die Produktionsanlagen die traditionellsten unter den Pfeifenherstellern Italiens.
Brebbia ist bekannt für markentypisches, individuelles Design, wie auch für hervorragende Rauchbarkeit.
So hat Brebbia über die Jahre einige Modelle entwickelt, die die Marke unverwechselbar machen. Die typische Calabash, die „Duo Filter“, eine Pfeife für zwei Aktivkohlefilter, oder auch die „Oom Paul“ sind so nur bei Brebbia zu finden.
Die geographische Lage der Manufaktur sowie der Standort der Lagerräume für Bruyèreholz leisten ihren Beitrag dazu, dass Tanninsäuren und Harze im Bruyère aktiv abgebaut werden können. So schmecken Brebbia-Pfeifen schon in den ersten Rauchgängen ungewöhnlich gut.
Kommenden Sonntag, am 05.06.22, feiert man das Jubiläum mit einer großen Feier am Firmensitz. Brebbia ist also „alive and kickin'“.
Wir wünschen Brebbia weitere 75 Jahre und freuen uns auf spannende Pfeifen!

Pipe Republic Blends jetzt auch in 50g lieferbar! Und: Neuheiten im Anmarsch.

Wir wurden von unseren Kunden immer wieder darauf angesprochen: Warum gibt es eure Pipe Republic Blends eigentlich nicht in der 50g Dose?

Gute Frage, irgendwo mussten wir vor einigen Jahren anfangen, und wir haben uns für die 100g-Dose entschieden. Aber die Vorteile, (auch) eine 50g Dose im Sortiment zu haben, liegen auf der Hand:

  • kleinere Menge
  • so wird eher probiert
  • günstigerer Preis
  • handlichere Abmessungen

Also haben wir uns mit unserem Hersteller, der Firma Dan Tobacco, verständigt, die meisten Sorten auch in 50g Dosen abzupacken. Dann fing allerdings das Warten an. Denn bis die Steuermarken für die neuen Packungsgrößen endlich eingetroffen waren verging fast ein halbes Jahr.

Deswegen freuen wir uns umso mehr, nun folgende Sorten auch in 50g anbieten zu können:

Wer sich also bisher scheute, direkt in 100g-Dosen zu „investieren“, sollte jetzt zugreifen!

Als Besonderheit gibt es übrigens unseren meisterverkauften Pipe Republic Tabak, den Ashford, auch im 250g Pack!

Außerdem können wir bald „Nachwuchs“ unserer Pipe Republic Blends verkünden! Ein neuer Blend befindet sich sozusagen auf der Zielgeraden!

Der Isle of Thanet wird die Latakia-Fraktion stärken. Auch er wird in 100 und 50g erhältlich sein. Der „Coup“ bei der Mischung ist, dass wir gewissermaßen zu den Ursprüngen zurückkehren, was man heutzutage unter „englischer Mischung“ versteht. Er besteht zu einem großen Teil aus Orienttabaken, die kräftig mit Latakia und etwas Virginia angereichert werden.

Damit enthält er eigentlich die „Quintessenz“ dessen was man gemeinhin unter englischen Tabaken versteht. Absichtlich wurde nichts hinzugefügt, was ihn möglicherweise abmildert oder „verwässert“, aber es wurde auch nichts hinzugefügt was ihn noch würziger erscheinen lässt. Wir finden also weder Black Cavendish, noch Burley, oder Perique und Kentucky in der Mischung. Und natürlich auch kein zugesetztes Aroma.

Freuen Sie sich auf diesen neuen, recht fein geschnittenen, sehr ursprünglichen Engländer made in Norddeutschland.

Bei dem Isle of Thanet haben wir übrigens das erste Mal mit der Firma Kohlhase & Kopp und dem Tabakmischer Herrn Nitsche zusammengearbeitet. Wir sind positiv überrascht von der Flexibilität und der Fähigkeit, auf Kundenwünsche einzugehen.

Und eins ist sicher: Es war nicht der Letzte, bleiben Sie also gespannt!

 

 

Exoten aus den USA auf dem europäischen Markt: BriarWorks Pfeifen bei Cigarworld!

Manchmal kommt man zu Pfeifen wie die Jungfrau zum Kinde. Aus einem Geschäft mit einem karibischen Zigarrenhersteller ist uns eine größere Anzahl Pfeifen von BriarWorks aus Nashville, Tennessee, gewissermaßen „ins Netz“ gegangen, und wie es scheint, macht uns dieser „Beifang“ zum einzigen europäischen Händler der US-amerikanischen Marke.

Da macht es natürlich Sinn, hier im Blog einmal explizit darauf hinzuweisen, denn wer sucht schon aktiv nach dieser Marke auf unserer Seite?

BriarWorks ist ein US-amerikanischer Hersteller von Serienpfeifen, der seit 2013 in Nashville, Tennessee, den Betrieb aufgenommen hat und Pfeifen mit einem hohen Anteil von Handarbeit herstellt. Die Pfeifenmacher Todd Johnson und Pete Prevost wollten sich der Frage widmen, wie Serienpfeifen heutzutage neu gedacht werden können. Dies unter der Voraussetzung von hoher Qualität und eines trotzdem erschwinglichen Preises.

Pete Prevost, der „Hauptkopf“ hinter der Marke

Der Hersteller bietet eine ganze Reihe von verschiedenen Serien an, die sich zum Teil sehr an traditionelle Pfeifenshapes orientieren, teilweise aber auch deutliche Einflüsse von Freehand-Pfeifenmachern aufweisen. Außerdem ist man aktiv in der Herstellung von „Private-Label“-Pfeifen für verschiedene Marken und Händler in den USA. „Moonshine Pipes“ ist ein weiterer Ableger von BriarWorks.

Nach und nach wirkten mehr Pfeifenmacher in dem Team mit und bekannte Namen der Freehand-Szene wie Bill Shalosky, Micah Redmond und Sam Adebayo wurden ebenfalls Teil des Unternehmens. Diese Pfeifenmacher fertigen auch die „Handmade“-Linie des Hauses, deren Modelle immer schnell vergriffen sind.

Die Pfeifen sind gut gemacht, allesamt ohne Filter und mit Acrylmundstück. Die sandgestrahlten Pfeifen haben ein unglaublich tiefes Relief und sind aus Erdbeerstrauch (Arbutus) gefertigt. Das Material hat dieselben Eigenschaften wie Bruyere, ist aber noch etwas leichter.

Die Oberflächen der „CS-Modelle“ sind naturbelassen und tragen so zum hervorragenden Rauchverhalten bei. Hin und wieder findet sich allerdings ein unbehandelter Spot. Aber keinerlei Kitt!

Die „N5“ Modelle sind unglaublich gut gearbeitet, haben ein tolles Finish und sind wachspoliert.

Wir freuen uns, dass wir einer der wenigen Händler außerhalb der USA sind, der diese Pfeifen anbietet. Viel Spaß beim Entdecken!

 

„Pipe Club“-Magazin für Tabakgenießer aus den 90er Jahren. Informationsquelle VOR dem Internet.

Wie schnell die Zeit vergeht, wird einem immer wieder klar, wenn man zurückblickt.

Beim Autor sind es die 90er Jahre, als er anfing sich mit dem Thema Pfeife und Tabak auseinanderzusetzen. Als angehender Abiturient, mit wenig Geld und deutlich weniger Informationsmöglichkeiten als heute.

Dafür gab es aber noch eine ganze Reihe anderer Informationsquellen – nämlich Zeitschriften! Hier wurde relativ aktuell auf Neuheiten hingewiesen, und Hersteller konnten Ihre Produkte vorstellen oder sogar aktiv bewerben. Oft hatten diese Zeitschriften ganz offensichtlichen Werbecharakter, und es gab sie kostenlos beim Fachhändler vor Ort.

In so eine Publikation möchte ich heute einmal einen Einblick gewähren. Um zum einen zu zeigen, wie Pfeifenraucher sich vor der Nutzung des Internets informierten, oder aber um in „alten Zeiten“ zu schwelgen.

Gute Unterhaltung!

Die Titelbilder sollten sich vor allem an ein jungen Publikum wenden. Die Pfeife kämpfte also schon in den 90er Jahren gegen das alte, überkommene Image. Außerdem war natürlich Platz für den Händlerstempel.

Und ja, pfeiferauchende Jugendgruppen! :-)

Wer „bewegte Bilder“ zum Thema haben wollte, musste stolze 65 DM investieren, um sich ein VHS-Video anschauen zu können. Neu: Bestellung per Fax!

Hier war Platz für Neuheiten aus dem Themenbereich. Neue Pfeifenfeuerzeuge oder auch zwei neue Shapes von Stanwell. Diese Seiten wurden häufig von Fachhändlern betreut, die Neuheiten von den Außendienstlern gezeigt bekamen. Der Pfeifendrechsler und Geschäftsinhaber Otto Pollner in Bünde wirkte hier fleißig mit.

Hier wurde der „Neue“ Stanwell Aktivkohlefilter beworben und seine Vorzüge herausgestellt.

Die Antwort kam direkt in der nächsten Ausgabe.

Neue Tabakhersteller eroberten schüchtern den Markt…

…und Branchengrößen inserierten direkt seitenweise.

Themen, die heute noch immer in Pfeifengruppen und Formen diskutiert werden, waren auch damals schon aktuell. Allerdings sah man in den 90er Jahren tatsächlich ein Abklingen der Freude an dänisch-verspielten Formen, die seit den 60er Jahren die Pfeifenwelt geradezu revolutionierten. Das war einen Bericht wert!

Und auch hier wundert man sich, warum genau dieselben Fragen seit Dekaden gestellt werden. „Muss ich meine Meerschaumpfeife mit Handschuhen anfassen?“ Haben wir nicht erst letzte Woche eine ähnlich lautende Frage in entsprechenden Pfeifengruppen gelesen?

Ähnlich wie heute auch, erteilte man sich gegenseitig Tipps und Ratschläge. Nur weniger interaktiv.

Auch Pfeifenmacher wurden portraitiert. Da man natürlich kaum auf bereits vorhandene Quellen und Informationen zurückgreifen konnte, fuhr der Autor Stan Hill (!) tatsächlich nach Dänemark um Poul Ilsted zu besuchen.

Neue Tabake fanden ebenfalls Erwähnung. Allerdings beschränkte man sich bei der Beschreibung häufig auf die blumigen Ausführungen der Hersteller, die ein wenig inhaltsleer und nichtssagend wirkten.

Auch die Politik hatte noch keinerlei Berührungsängste, mit dem Thema Tabak in Verbindung gebracht zu werden. Auch nicht in den „neuen Bundesländern“.

Wie es sich für ein „Herrenmagazin“ gehört, gab es auch den innenliegenden Poster-Teil. Ein fragwürdiges Vergnügen.

Wir hoffen, Ihnen haben diese Eindrücke gefallen!

Bei Anton Pipes in der Ukraine geht die Arbeit weiter!

Sie alle kennen die Schlagzeilen seit dem 24.02.22, deshalb muss ich wahrscheinlich nicht weit zu den Hintergründen dieses kurzen Postings ausholen.

Bei Anton Pipes (Ivan und Alexander Antonenko sowie ihrer Werkstattmannschaft) gab es zum Anfang des Krieges einen gewissen Schockmoment, in dem die Arbeit ruhte. Doch schon bald stellte sich heraus, dass der Standort Lwiw, nahe an der polnischen Grenze im Westen der Ukraine, weniger stark vom Kriegsgeschehen beeinflusst werden würde. Jedenfalls soweit man das beurteilen konnte.

Also nahm man den Betrieb mit den verbliebenen Mitarbeitern (überwiegend ältere Jahrgänge) wieder auf. Unglücklicherweise brach der größte Absatzmarkt für Ahorn- und Bruyerepfeifen ein. In Russland waren bisher die größten Kunden des Herstellers. Nun liefert man nicht mehr dorthin.

Deshalb ist Anton Pipes auch auf der Suche nach weiteren Vertriebspartnern im europäischen Ausland sowie auf dem nordamerikanischen Kontinent (man ist für Tipps dankbar).

In der Zwischenzeit sind wir jedenfalls wieder mit einer größeren Lieferung beglückt worden, so dass wir fast alle Pfeifen wieder liefern können, schauen Sie hier: Anton Pipes. Märkte wie der Deutsche sind jetzt natürlich für das kleine Unternehmen deutlich wichtiger geworden. Man freut sich jedenfalls über gute Absätze, was aber nicht heißt, dass diese nicht noch besser werden können, liebe Kunden! ;-)

In naher Zukunft wird man das Sortiment an Pfeifenständern größerer Bauart und Tabakbrettchen ausbauen, und auch weitere Pfeifenshapes sind geplant.

Kurz und gut, unserem Lieferanten Anton Pipes geht es des Umständen entsprechend gut, und die Produktion läuft auf Hochtouren!

Genod, die traditionelle Pfeifenmarke aus St.Claude, in Deutschland kaum bekannt.

Zu unserem neuen Genod-Pfeifensortiment geht es hier: Genod Pfeifen

Das Örtchen St. Claude im französischem Juragebirge dürfte mittlerweile jedem Pfeifenraucher ein Begriff sein. Seit Jahrhunderten werden hier Bruyerepfeifen gefertigt, und es gilt als „Wiege“ der modernen Pfeifenfertigung aus Bruyere.

Anfang des 20. Jahrhunderts sprossen hier die Pfeifenfabriken förmlich aus dem Boden. Doch Namen wie La Bruyere, Lacroix oder EWA sind fast vergessen. Lediglich Chacom, und bis vor einigen Jahren Butz Choquin, hielten „die Fahne hoch“.

Doch da gibt es noch einen Hersteller, der hierzulande kaum bekannt ist: Genod!

Dabei blickt Genod auf eine lange Tradition, denn seit 1865 werden in der Manufaktur Pfeifen produziert. Zunächst allerdings unter dem Label G.V.G. das für den Namen Georges Vincent Genod steht, der Genod 1923 von Comoy-David übernahm. Georges Vincent arbeitete zusammen mit seinem Schwiegersohn John Crean in der Fabrik. 1959 nahm der Sohn von John, Jaques Crean, die Geschicke der Firma in die Hand, der sie wiederum im Jahr 1970 an seinen Sohn Jacky Crean übertrug. Seit diesem Jahr werden die Pfeifen aus dieser Manufaktur nur noch mit „Genod“ gestempelt.

1977 ist die Manufaktur an den heutigen Standort, mitten in Saint Claude gezogen. Jacky Crean machte die Fabrik auch für Touristen zugänglich und eröffnete ebenfalls ein Ladengeschäft. Das Geschäft florierte und erfreute sich großer Beliebtheit.

2006 war Jacky auf der Suche nach Verstärkung für seine Werkstatt, und er fand den damals noch sehr jungen Sebastien Beaud. Er war sehr talentiert, nicht nur handwerklich, sondern auch was das Geschäft betraf. Bald übernahm er die Manufaktur und Marke. Er knüpfte erste Kontakte zu großen Pfeifenhändlern in den USA, wo seine Pfeifen schnell ein positives Echo fanden.

Man kann auch heute noch das Ladengeschäft und die Werkstatt von Genod in St. Claude besuchen. Am besten mit Voranmeldung. Schauen Sie doch mal rein!

Die Pfeifen von Genod zeichnen sich durch eine sehr traditionelle und solide Machart aus. Typisch für den französischen Stil wird deutlich mehr Gewicht auf einwandfreie Funktion und gute Rauchqualitäten gelegt als auf eine ausgefallene, übermäßig kreative Erscheinung.

Dabei kommt dem Sebastien Beaud sehr entgegen, dass er auf einen sehr großen, teilweise Jahrhunderte alten Bestand von Bruyere zurückgreifen kann. Dies macht sich dann auch positiv bei den trockenen Raucheigenschaften seiner Pfeifen bemerkbar.

Die Shapes sprechen eine sehr klassische Sprache, hin und wieder sind auch typische französische Klassiker wie sehr flache Kugeln, „Chateleine“ – sogenannte „Milchkannen“, oder fleischige Bulldog- und Rhodesian-Variationen dabei.

Alle Mundstücke sind aus Ebonit handgeschnitzt. Die meisten Pfeifen in unserem Sortiment sind mit 9mm-Bohrung, aber grundsätzlich nehmen filterlose Pfeifen den größten Raum in Genods Sortiment ein.

Auf Lack wird komplett verzichtet, die Pfeifen werden nur mit Carnauba gewachst.

Das Maß an Handarbeit ist sehr hoch. Und so sind Genod-Pfeifen mit Sicherheit keine „Freehands“, aber in jedem Fall „Handmade“.

Alles in allem bekommt man äußerst solide Rauchinstrumente bei Genod, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Natürlich darf man keine Maserungswunder oder innovative Machart erwarten.

Doch wer ein Herz für sehr traditionelles Handwerk hat und eine nostalgische Ader mitbringt, wird mit einer neuen Genod-Pfeife viel Freude haben. Wir freuen uns, Genod Pfeifen nun anbieten zu können!