Brigham- das kanadische Unternehmen mit der Ahornholz- Filter- Idee.

Im Frühjahr dieses Jahres war es so weit. Der Kontakt zu Paul Graham, dem International Sales Manager von Brigham Enterprises war hergestellt, und wir wurden uns schnell einig, das Tabac Benden zukünftig der einzige Händler in Kontinentaleuropa sein wird der Brigham- Pfeifen im Sortiment hat.

Fachhandelsanfragen sind übrigens erwünscht, wir fungieren gerne als Distributor!

Vor drei Wochen kam nun die erste Ware in Deutschland an, und nach und nach konnten wir die vielen interessanten Pfeifen und Filter in unseren Shop hochladen.

Sie können sich unser derzeitiges Sortiment nun hier anschauen: Brigham Pfeifen und Raucherbedarfsartikel.

Da die Marke nicht unbedingt jedem Pfeifenraucher in Europa ein Begriff ist, wollen wir sie hier etwas ausführlicher darstellen.

Roy Brigham gründete 1906 eine Werkstatt für Pfeifenreparaturen in Toronto nachdem der seine Lehre bei einem Österreichischen Pfeifenmacher beendet hatte. Bis 1918 wuchs das Unternehmen bis auf fünf weitere Handwerker, der wirtschaftliche Erfolg blieb also nicht aus. Nachdem Roy Brigham sehr viele Pfeifen und Fabrikate gesehen und repariert hatte, wusste er sehr wohl um die Schwäche von Konstruktionen, aber auch das sich viele Pfeifenraucher über „Zungenbrand“ beschwerten. Das Thema sollte ihn noch einige Zeit begleiten.

Bald begann das Unternehmen selbst Pfeifen herzustellen, die besser konstruiert und hochwertiger waren als das, was man oftmals am Markt vorfand. 1938 trat Roys’ Sohn Herb in das Unternehmen ein, und sie stellten Versuche und Experimente zum Thema „Zungenbrand“ an. Sie fanden dabei heraus, das Filter diesen Effekt deutlich abmildern konnten. Also bauten sie Filter aus verschiedenen einheimischen und importierten Materialien. Aber nur die Filter aus Bambus und „Rock Maple“- auf deutsch auch „Zuckerahorn“ genannt- konnten wirklich überzeugen. Da Bambus schwer zu bekommen und relativ teuer war, wurde den beiden klar, das man zukünftig auf das einheimische Holz setzen würde.

Die Brigham „Rock Maple Distillators“- Filter bestehen aus einem Röhrchen aus Ahornholz, das mit einer Spitze aus Aluminium versehen wurde. Er ist gut 9cm lang, und liegt zu fast gleichen Teilen in Holm und Mundstück. Seine Filterwirkung ist ganz ausgezeichnet, wobei seine Stärken im abmildern des Rauchs und dem aufsaugen von Feuchtigkeit liegen.

Der Große Unterschied zu den in Europa verbreiteten Filtersystemen ist, das der Hersteller die Mehrfachnutzung dieser Filter nicht nur für möglich erachtet, sondern sogar empfiehlt. Auch das ausspülen mit Wasser und nachfolgende Trocknung werden thematisiert. Natürlich verringert sich aber die Filterwirkung bei längerer Nutzung. Nach 20-30 Rauchgängen sollte der Filter spätestens gewechselt werden.

Da die Filter im wesentlichen aus einheimischen Ahornholz bestehen, sowie eine eine Mehrfachnutzung empfohlen wird, ist dieses Filtersystem anders als alle anderen auf dem Markt kein Wegwerfartikel. Müll wird vermieden. Es wird anders als bei Aktivkohle auch nicht auf fossile Materialien zurückgegriffen. Auch ein Minen- oder Abbauprozess wie bei Meerschaum ist nicht nötig. Der Rohstoff wächst in Toronto direkt vor der Haustüre.

Wegen dieser in Hinblick auf Umwelt- und Ressourcenschutz interessanten Eigenschaften, glauben wir das dieses Filtersystem für viele Pfeifenraucher in Europa interessant sein dürfte.

Die Blütezeit von Brigham Pfeifen waren die 1960er Jahre, wo mehr als 40 Mitarbeiter in der Produktion tätig waren. Doch durch einen stetig steigenden Fachkräftemangel, der sich durch eine Überalterung der Mitarbeiterschaft ständig verschärfte musste ab 2001 ein Grossteil der Produktion nach Frankreich und Italien verlagert werden, wo sie auch heute noch stattfindet.

Die nun wieder gestiegene Nachfrage nach Pfeifen, mit der damit verbundenen Bruyereknappheit führen hier wie bei jedem anderen Pfeifenhersteller allerdings dazu, das nicht immer alle Serien oder Modelle lieferbar sind.

Brigham bietet ein breites Sortiment an Oberflächen und Modellen an, die allesamt ein Acrylmundstück mit Bohrung für Brigham- Filter haben. Andere Pfeifen sind mit diesem Filtersystem nicht kompatibel.

Zu den beleibtesten Modellen gehören auch einige Shapes die sehr charakteristisch für Brigham, und sonst bei keiner anderen Marke zu finden sind.

Gruppenpfeife 2022, die Abstimmung startet!

Wir hatten bereits am 10.06.2022 darüber berichtet, das die Facebook- Pfeifengruppe „Facebooks Pfeifenfreunde“ mit uns ein Gruppenpfeifen- Projekt auf die Beine stellen möchte.

Dieses Projekt ist nun ein ganzes Stück voran gekommen, denn alle Hersteller haben ihre Vorschläge eingereicht. Abschließend kann man sagen, das alle beteiligten sich sehr Mühe gegeben haben, den Mitgliedern ein attraktives Angebot zu machen. Jeder Vorschlag ist für sich gesehen interessant. Ob und wie er allerdings konkurrenzfähig ist wird die Abstimmung zeigen.

Um Ihnen einen Eindruck davon zu geben, was uns die jeweiligen Marken an Vorschlägen eingereicht haben, hier eine Vorstellung .

  1. Worobiec Pipes, 150€

2. Giordano, Wachspoliert 99€, Rustiziert 85€

3. Stefano Santambrogio, Wachspoliert de Luxe 149,95, Wachspoliert Standard 119,95, Rustiziert 89,95

4. Bruno Nuttens, Wachspoliert 150€, Sandgestrahlt 140€. Optionales Cumberland- Mundstück zzgl. 25€

5. Außer Konkurrenz: Tom Eltang. Glatt 400€, Sand 300€

Die Gruppe hatte eigentlich mehrheitlich entschieden, das die Pfeife nicht mehr als 220€ kosten soll. Diesen Absatz hat Tom Eltang in der Ausschreibung übersehen. So hat er zwar zwei ganz hervorragende Prototypen beigesteuert, die allerdings nicht am Wettbewerb teilnehmen können, weil sie das Budget springen. Es haben sich trotzdem einige Fans zusammengeschlossen, die diese Pfeife unbedingt haben wollen. Bis Ende August sind diese Pfeifen (wahlweise mit- oder ohne Filter) bei uns vorzubestellen: Sara Eltang by Tom Eltang

6. Brebbia, geölte, natürliche Oberfläche, 89,95€ Der „Haken“ an der Sache ist, das diese Pfeife nur ohne Filterbohrung produziert werden kann. Dafür handelt es sich aber um Holz, das mehrere Jahrzehnte trocknen konnte.

7. Savinelli, rustizierte und danach sandgestrahlte Oberfläche, 100€ (!)

8. Mastro Beraldi, eigentlich eine Canadian, keine Lovat. Glatt 149€, sand 139€

9. Mastro de Paja, sandgestrahlte Oberfläche, 220€

10. Barling, sandgestrahlte Oberfläche, 165€

Zum einen zeigen die Vorschläge wie unterschiedlich die Vorgabe „Lovat“ interpretiert wird. Als Besonderheit bleibt noch zu erwähnen, das alle Pfeifen wahlweise mit- oder ohne Filter gefertigt werden können (Außer Brebbia).

Außerdem ist es überraschend wie viele Hersteller für das Projekt begeistern konnten, und mitgemacht haben. Die Pfeifenbranche ist also alles andere als statisch und verschlafen. Sondern dynamisch und flexibel!

Wenn Sie Interesse haben, sich am Abstimmungsprozess zu beteiligen, verfolgen Sie die Diskussion in der Pfeifengruppe.

Auch wenn sie sich nicht beteiligen wollen, wird der Gewinner der Abstimmung auf www.cigarworld.de für alle Interessierten erhältlich sein.

 

Der Bruyeremangel und seine Folgen. Ein Update. 29.07.2022

Wir haben bereits im Mai des letzten Jahres darüber berichtet, hier nachzulesen: Bruyere- Knappheit und seine Folgen, ein aktueller Stand

Doch die Situation hat sich bisher nicht verbessert. Eigentlich ist sie noch schlechter geworden. Wir, als Fachhändler, aber zunehmend auch Kunden bemerken dies, weil einige Klassiker in den Pfeifenauslagen schon längere Zeit nicht mehr lieferbar sind. Hier ist vor allem das Sortiment des Herstellers Peterson zu nennen, der schon seit einiger Zeit keine hellen, glatten Pfeifen mehr liefern kann. Kommt eine Neuheit, sind es zumeist rustizierte, sandgestrahlte oder sehr dunkel gebeizte Pfeifen. Auch bei den Serien wie z.B. Sherlock Holmes, System Standard oder System Standard de Luxe hat der deutsche Importeur, Kopp Pipes, schon seit geraumer Zeit keinen Nachschub mehr an glatten Pfeifen bekommen. Das Wenige, das es gibt, scheint für die hauseigene Laudisi-Gruppe reserviert zu sein. Verständlicherweise versteht sich.

Auch Hersteller wie Chacom, Nørding oder Rattray’s schaffen es kaum noch, die aktuell bestehenden Serien mit Nachlieferungen auszustatten oder aufrecht zu erhalten.

Dies geht so weit, dass Rattray’s, die Marke von Kopp Pipes, jetzt dazu übergeht, es mit anderen Holzarten zu versuchen. Hier ist vor allem Olivenholz zu nennen, das ebenfalls ganz hervorragende Raucheigenschaften haben soll und hübsch gemasert ist. Wir denken, dies ist ein Trend, den wir auch bei anderen Herstellern in den nächsten Monaten und Jahren bemerken werden.

Ein anderer Effekt ist für uns ebenfalls deutlich spürbar. Es gibt eigentlich kaum noch Überbestände oder Serien, die längere Zeit nicht mehr verkauft wurden. So konnten uns in letzter Zeit kaum noch Restposten angeboten werden, die wir gerne aufkaufen und die sich häufig in unserem Angebot der Woche wiederfinden. Das Angebot an erheblich preisreduzierten Pfeifen wird in nicht allzuferner Zukunft deutlich schrumpfen.

Zu den Gründen haben wir uns Bereits im letzten Jahr ausgiebig geäußert. Es ist jedenfalls nicht so, das Bruyere an sich nicht mehr wächst oder zu wenig nachgewachsen ist. Es ist vielmehr ein Arbeitskräftemangel. Der Beruf des „Bruyere-Bauern“ und Chopeurs, der die Bruyere-Stücke zurechtschneidet, war in der Vergangenheit nicht unbedingt gut bezahlt. So hat sich der Nachwuchs oft umorientiert und hat sich weniger anstrengende, besser bezahlte Tätigkeiten gesucht. Ein Muster, das uns wohl bekannt ist, oder?

Hinzu kommt die ungebrochene hohe Nachfrage aus China, verbunden mit Höchstpreisen die gezahlt werden.

Zusammenfassend bedeutet das für Sie als Pfeifenraucher vor allem, dass es weiterhin viel nicht oder kaum lieferbare Pfeifenmodelle gibt, weniger glatte, gut gemaserte Pfeifen, weniger preisreduzierte Angebote, höhere Preise und mehr alternative Materialien zu Bruyere.

Dem Trend zu anderen Holzarten kann man doch durchaus etwas positives abgewinnen. Es bringt definitiv „Leben“ in die Pfeifenbranche und sorgt für einen frischen „Look“.

 

Französische Pfeifen aus den 30er und 40er Jahren: Brulor von Bruno Nuttens

Brulor Pfeifen finden Sie hier->  Brulor by Bruno Nuttens

Pfeifenraucher sind oft Menschen, die einen Sinn für Geschichte und Tradition haben. Altes wird wertgeschätzt und es weckt Begehrlichkeiten.

So war es auch im Jahr 2016, als Bruno Nuttens, der bekannte französische Pfeifenmacher, eher beiläufig auf eine Anzeige im Internet stieß. „Neue Pfeifen zu verkaufen, Dachbodenfund, nur wenig Zeit“. Er schaute nach und sah, dass der Artikelstandort nicht weit von ihm entfernt war. Er nahm Kontakt mit dem Verkäufer auf und machte sich kurze Zeit später auf dem Weg, sich den „Dachbodenfund“ anzuschauen.

Es stellte sich heraus, dass der Verkäufer der bereits 65-jährige Enkel von Monsieur Brulois war. Sein Großvater war einst ein angesehener Großhändler für Pfeifen und Raucherbedarfsartikel in Frankreich. Seit den 30er bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts war seine Firma in diesem Bereich tätig und im Pariser Umfeld ansässig.

Der Verkäufer und Bruno gingen auf den Dachboden, wo sich zahlreiche Pappkisten stapelten, die alle mit Pfeifen gefüllt waren. Es stellte sich heraus, dass das Haus verkauft war und einer der letzten Dinge, die „weg mussten“, die Pfeifen waren, die seit 60 oder gar 70 Jahren auf dem Dachboden lagerten. Der Verkäufer machte kurzerhand ein Angebot, das Bruno nicht ablehnen konnte, und verkaufte ihm alle Pfeifen. Der Verkäufer war froh darüber, den „Ballast“ endlich los zu sein, und Bruno freute sich über so viele Pfeifen.

Brulor als Marke wird den meisten nichts sagen. Kein Wunder, die Marke war nie außerhalb Frankreichs aktiv. Dabei handelt es sich wie heutzutage zum Beispiel „Saint Claude“ oder „Passatore“ um eine Handelsmarke, die bei verschiedenen Herstellern gefertigt wurde. Bruno Nuttens Recherche machte vor allem Ropp als Hersteller dieser Pfeifen aus. Es fanden sich Lieferscheine in den Pappkartons. Außerdem noch Jeantet, ebenfalls eine bekannte Saint Clauder Manufaktur. Was Charles Hecht betrifft, sind die Quellen widersprüchlich. Doch es scheint so zu sein, dass dies keine Manufaktur ist, sondern dass es sich dabei ebenfalls um einen weiteren Großhändler handelt.

Bei wem diese Pfeifen also tatsächlich gefertigt wurden, ist kaum noch zu rekonstruieren. Sicher ist nur, das sie aus Saint Claude stammen.

Was diese Pfeifen aber besonders attraktiv für Pfeifenraucher macht, ist, dass sie aus gutem, abgelagertem, altem Bruyere gefertigt sind. So kann ich zumindest aus eigener Erfahrung sagen, dass die Raucheigenschaften ganz hervorragend sind. Sie haben unterschiedliche Stempelungen. Zum Beispiel „Brulor“, „Junior“ (besonders kleine Pfeifen), „Hecht Optime“, „Page“ oder „Röki“ um nur einige zu nennen. Allesamt sind solide gefertigt, sauber gebohrt, ohne Filterbohrung, und mit Ebonit- oder Hornmundstück.

Eigentümlich ist, dass der Biss nicht aufgefächert ist, am Ende des Mundstücks befindet sich nur das Zugloch. Bruno Nuttens wertet das als Indiz dafür, dass diese Pfeifen sehr wahrscheinlich in den 30-40er Jahren gefertigt wurden.

Dafür spricht außerdem, dass die Mundstücke etwas metallisch schimmern, wenn man genau hinsieht. Dies wurde durch eine Beimischung von Metallstaub in das Ebonit erzielt. Man wollte so die Stabilität verstärken und das Mundstück etwas bissfester machen. Außerdem wurde Ebonit in Frankreich zu dieser Zeit nach Gewicht verkauft. Und Metall ist nunmal schwerer als vulkanisiertes Gummi. Nach dem Krieg war mit dieser Methode laut Bruno Nuttens Auskunft aber Schluss.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen mitteilen, dass diese Mundstücke sich im Mund nicht von anderen Unterscheiden. Ganz im Gegenteil, sind sie sogar sehr angenehm zwischen den Zähnen zu halten.

Manche Pfeifen haben Kittstellen, manche Pfeifen sind lackiert. Dies tut der Rauchqualität allerdings keinen Abbruch.

Aufgrund der kleineren Größe und relativ flachen Köpfe eigenen sich einige Pfeifen ganz besonders als Flakepfanne oder Shagpfeife für zwischendurch.

Diese Pfeifen wurden definitiv für den französischen Massenmarkt gefertigt. Wenn man dies in Betracht zieht, ist die Qualität sogar sehr gut.

Sehr gut ist jedenfalls auch der Preis, für die wir Ihnen Brulor Pfeifen anbieten können. Schlanke 19,95 oder 24,95 Euro für etwas bessere Varianten schlagen zu Buche. Das sollte einem dieses nostalgische Vergnügen in jedem Fall wert sein. Bisher ist der Zuspruch sehr gut, und Bruno Nuttens hat noch ein paar Kartons auf Lager.

Natürlich hoffen wir auch das diese Pfeifen endlich ihrer Bestimmung zugeführt werden. Sie mussten schließlich 70 Jahre darauf warten!

 

Neuer Tabak ist da: Der Pipe Republic Isle of Thanet geht „back to the roots“

Zunächst hier einmal die Vorankündigung, dass unser Blog von nun an für zwei Wochen Sommerpause macht. Danach geht es dann weiter!

Der Pipe Republic Isle of Thanet 100g findet sich hier -> Pipe Republic Isle of Thanet 100g

Der Pipe Republic Isle of Thanet 50g findet sich hier -> Pipe Republic 50g

Was lange währt, währt endlich gut!

Wir hatten bereits darüber berichtet, dass wir einen neuen Tabak „in der Mache“ hätten. Doch leider zog sich die Sache etwas in die Länge. Denn wie im Moment in sehr vielen anderen Bereichen gab es Probleme in der Druckerei. Das heißt, der Tabak stand „fertig herum“, aber er musste auf die Etiketten warten. Gut, wir alle wissen mittlerweile, dass Tabak reifen zu lassen nicht das Schlechteste ist.

Jedenfalls war es in dieser Woche endlich so weit, der neue Isle of Thanet war da! Es ist unser erster Tabak den wir zusammen mit der Firma Kohlhase & Kopp „von der Pike auf“ zusammengestellt haben. Dabei war die Mischung eine absolute Punktlandung, was ganz und gar nicht selbstverständlich ist. Meistens ist es sogar so, dass viele Muster hin und her geschickt werden, bis die Mischung so ausfällt, wie man sie sich vorstellt. Doch der Isle of Thanet war der allererste Versuch, und der landete direkt ins Schwarze.

Es hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir mit dem Tabakmeister sehr gut und produktiv kommunizieren konnten. Vorgabe war es, einen Tabak englischer Art zu schaffen, der zu den Ursprüngen der englischen Mischungen zurückgeht. Wenn man zu etwas Ursprünglichem zurück will, macht es häufig Sinn, etwas wegzulassen. Zu reduzieren. Sich auf das Wesentliche zu beschränken.

Genau dies wurde beim Isle of Thanet getan. Denn er enthält keinen Black Cavendish, der den Tabak deutlich weicher machen würde. Und auch keinen Burley, der je nach Sorte Kraft oder Süße hineingeben würde. Genausowenig findet man Dark Fired Kentucky oder Perique, die den Tabak deutlich würziger erscheinen lassen würden.

Natürlich wurde auch komplett auf Aromatisierung verzichtet.

Daher enthalt die Mischung ganz genau drei Komponenten:

  • Latakia
  • Orient
  • Virginia

Mehr nicht. Und wer ihn probiert, wird merken, dass es so auch ziemlich gut passt.

Der Latakiagehalt ist so gewählt, das man ihn durchaus spürt, bei ca 40%. So weit, so gut, andere Mischungen haben einen ähnlichen Latakiagehalt. Außergewöhnlich wird es für eine moderne Mischung erst bei einem Orientanteil von 40% und einem eher geringen Virginiaanteil von 20%.

Wieso das?

Englische Tabake – oder das man heutzutage darunter versteht, also Pfeifentabake die in der englischen Oberschicht sehr verbreitet waren – nannte man auch schlicht „Orientals“. Orienttabak galt als der feinste, beste und natürlich teuerste Tabak. Latakia zählte man dazu. Man schätze diese wegen des starken Aromas und Geruchs, den er beim Rauchen verströmte. Dies hatte den angenehmen Nebeneffekt, das er Körpergerüche übertünchte.

Virginia hatte in diesen Mischungen häufig nur am Rande etwas zu suchen. Dieser landete vorzugsweise in den Flakes, Plugs, Ropes und Ready Rubbed Tabaken der arbeitenden Bevölkerung.

So schafft der Isle of Thanet unserer Meinung nach den Spagat zwischen Moderne und viktorianischem England sehr gut.

Der Latakia liefert ihm die erforderliche Rauchigkeit, der Orient liefert cremig-blumige Aromen und Raffinesse, der dunkle Virginia gibt etwas Kraft und Struktur und dient gewissermaßen als „Kleister“, der die unterschiedlichen Komponenten bindet.

Im Geschmack ist er zunächst ungestüm und robust, wird dann im Rauchverlauf aber weicher und finessenreicher. Man darf sich nicht vertun, er ist gut mittlekräftig. Dabei aber recht komplex und niemals langweilig.

Der Schnitt ist locker und langfaserig, so wie es sich für einen typischen Vertreter seiner Gattung gehört.

Diesmal musste allerdings etwas mehr Feuchtigkeit der Mischung hinzugegeben werden, damit sich die Komponenten besser miteinander verbinden. So macht es durchaus Sinn, den Isle auf Thanet etwas trocknen zu lassen bevor man ihn raucht.

Dieses Mal sind wir übrigens von Anfang an den Weg gegangen, den Tabak in 50 und 100g anzubieten. Wählen Sie also selbst.

Wie sie vielleicht merken, sind wir ein bisschen Stolz auf unser „Baby“. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie ihn probieren würden. Fans natürlicher Tabake werden ihre wahre Freude haben.

Ein großer Dank noch an die Firma Kohlhase & Kopp, insbesondere auch an Herrn Nitsche für die überaus gekonnte und kompetente Umsetzung.

Bing Crosby: Sänger, Schauspieler und Namensgeber eines Pfeifen-Shapes

Wer sich mit US-amerikanischen Filmen und der Musik der 40er, 50er und 60er Jahre beschäftigt, wird an ihm nicht vorbeikommen. Bing oder Harry Lillis Crosby, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, war ein überaus bekannter und populärer Musiker und Schauspieler seiner Zeit. Wieso wir das ausgerechnet an dieser Stelle so herausstellen?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen war Bing Crosby selbst leidenschaftlicher Pfeifenraucher. Er war selten ohne Pfeife anzutreffen. Zum anderen hat sein Pfeifengeschmack ein bis heute sehr beliebtes Pfeifenshape „begründet“ – die „Bing“. Zu guter Letzt hat Savinelli mit der „New Favourite Bing“ eine Serie aufgelegt, die sehr nah am Original und dennoch sehr zeitgemäß ist. Aber dazu später mehr.

Wir wollen hier nicht in aller Ausführlichkeit auf sein künstlerisches Schaffen eingehen. Dafür gibt es sehr gute Wikipedia-Artikel. Vielmehr wollen wir seine Art, Pfeife zu rauchen, etwas näher beleuchten.

Bing Crosby fing mit dem Pfeifenrauchen aus einem bestimmten Grund an. Seine Mutter hatte eine starke Aversion gegen Zigaretten, und verbot es ihm, diese im Haus zu rauchen. Gegen eine Pfeife hatte sie allerdings überhaupt nichts einzuwenden. Also blieb er dabei.

Er war ein Pfeifenraucher, der die Pfeife gerne im Mund trug. Dafür mussten seine Pfeifen leicht sein und ein gut ausgearbeitetes Mundstück haben. Als jemand, der früh im Umgang mit Medien und der Presse geübt war, bemerkte er allerdings, dass herkömmliche Pfeifen oft etwas kurz und untersetzt auf Fotos schienen. Er fand, dass sie sein Gesicht verdecken, und wenig zu seiner Statur passten.

Also ließ er sich eine Pfeife bauen, die es so bisher noch gar nicht gab. Ein mittelgroßer Billard-Kopf, mit etwas längerem Holm und etwas längerem Mundstück. So hatte der Pfeifenkopf mehr Abstand zum Gesicht und verdeckte es nicht.

Ein neues Pfeifenshape war geboren, die „Bing“. Doch zu diesem Zeitpunkt nannte man es wahrscheinlich noch nicht so. Es ist auch schwer zu rekonstruieren, wer ihm diese Pfeife baute. Aber es könnte Mastercraft gewesen sein, eine bekannte amerikanische Pfeifenmarke, für die er auch Zeitschriftenwerbung machte. Der Hersteller ließ sowohl in England wie auch in Frankreich fertigen, hier zum größtem Teil aus feinem algerischen Bruyere.

Bing Crosby hatte in den 60er Jahren eine stattliche Pfeifensammlung von über 150 Pfeifen angehäuft. Viele wurden ihm von amerikanischen Soldaten geschenkt, um ihm für seine moralische Unterstützung während des Krieges zu danken.

Da er in der Öffentlichkeit stand, fragte man ihn häufig nach seiner Empfehlung für eine bestimmte Marke oder Pfeifenart. Diese Fragen beantwortete er allerdings ganz im Stile eines echten Pfeifenrauchers sinngemäß so:

„Es kommt nicht unbedingt darauf an, wieviel eine Pfeife kostet oder welche Marke sie hat. Vielmehr kommt es darauf an, dass der Pfeifenraucher seine Pfeife langsam und mit Bedacht raucht, sowie seine Pfeife gut und regelmäßig reinigt. Das ist viel wichtiger als alles andere.“

Zu seinen Tabakvorlieben finden sich ebenfalls ziemlich konkrete Angaben, er bevorzugte einen Tabak namens „Hayward Mixture“, einen auf Burley basierten und mit etwas Latakia und Virginia angereicherten Mittelschnitt. Zu kräftige oder auch zu süße Tabake waren seine Sache nicht. Leider ist dieser Tabak heutzutage nicht mehr erhältlich.

Bing Crosby starb 1977 auf einem Golfplatz in Spanien spontan und aus heiterem Himmel an Herzversagen. Golf war eine weitere Leidenschaft.

Da Bing oft die Welt bereiste, war sein Anblick mit dieser spezifischen, etwas längeren Pfeife ein vertrauter Anblick und sein Name sehr geläufig.

Savinelli nahm das Thema auf, und brauchte zunächst ein Modell in hochwertiger, heller „Corallo“-Rustizierung auf den Markt. Man nannte sie „Bing’s Favourite“. Diese Pfeife hatte ein gerades Mundstück. Später kam die Serie „Bing’s Favourite“ hinzu. Diese Pfeifen hatten ebenfalls einen schlanken Billardkopf, einen längeren Holm, und längeres Mundstück. Die Serie gibt es noch heute, und sie ist vielen Pfeifenrauchern ein Begriff.

Allerdings haben diese Pfeifen ein etwas gebogenes Mundstück. Savinelli will die Pfeife so besser ausbalancieren, wenn man sie im Mund trägt. Doch das verändert den Charakter der Pfeife so ganz erheblich. Dies ist vielen Pfeifenrauchern aufgefallen. Und manchmal konnte man Kommentare lesen wie zum Beispiel: „Die Pfeifen sind sehr schön und elegant. Wenn sie nur ein gerades Mundstück hätten, hätte ich schon längst eine.“

Uns ist dieser Umstand aufgefallen, und wir haben es an unseren Lieferanten und zuverlässigen Ansprechpartner Kopp Pipes weitergegeben. Bei Kopp pflegt man angenehmerweise einen kurzen Draht zu seiner Kundschaft wie auch zu den Herstellern, und in nullkommanix war eine kleine Serie Savinelli Bing mit GERADEM Mundstück in Auftrag gegeben. Als Versuchsballon gewissermaßen. Das Resultat finden Sie nun endlich bei uns im Shop. -> Savinelli Bing’s

Ohne zu übertreiben, können wir sagen, das nun das Thema perfekt umgesetzt wurde. Schlanker Kopf, langer Holm, langes, gerades Mundstück. Zu allem Überfluss hat die Pfeife sogar noch einen Silberring verpasst bekommen. So wie auch Bing Crosbys Pfeifen meistens einen Silberring hatten. Als Zugeständnis an moderne Zeiten bietet diese Serie allerdings Platz für 6mm Filter. Wir sind begeistert!

Das Shape gibt es natürlich auch bei anderen Herstellern. Bei Dunhill gehört es zu den Bestsellern. Bings von Dunhill sind auch bei uns im Shop immer zuerst ausverkauft.

Außerdem hat sich der Pfeifenmacher Bruno Nuttens einen echten Namen für seine Interpretationen der „Bing“ gemacht. Seine Varianten haben häufig einen ausgesprochen dünnen Holm. Diese Pfeifen sind dann natürlich ohne Filterbohrung.

Wir hoffen wir konnten Ihnen die Hintergründe zum immer beliebter werdenden Pfeifenshape „Bing“ näherbringen“ Aufgrund der besonderen Charakteristik und Bauart sind solche Pfeifen leider nicht mit 9mm Bohrung üblich. Aber vielleicht versuchen Sie einmal eine Savinelli mit 6mm Bohrung?

 

Falcon: Eine britische Pfeifenlegende mit System

Mein Kollege regte erst kürzlich an, einen Blogbeitrag über Pfeifen zu machen, die sich besonders dafür eignen, auf Reisen mitgenommen zu werden. Sei es bei einer Wanderung, in den Urlaub oder einfach in den Garten.

Was liegt da näher, als einmal auf Falcon Systempfeifen einzugehen? Denn unserer Meinung nach sind sie geradezu perfekt dafür geeignet, Sie unterwegs zu begleiten.

Zu unseren Falcon-Pfeifen: Falcon Köpfe und Unterteile

Doch zunächst zu den Hintergründen:

Die Geschichte der Falcon-Systempfeifen geht bis in das Jahr 1936 zurück. Es war der Ingenieur Kenly Bugg, der das Konzept einer Pfeife mit Aluminiumholm und Bruyèreholz-Pfeifenkopf erfand. Dabei wählte er Aluminium auch wegen seiner Leichtigkeit und Robustheit, aber vor allem wegen seiner Fähigkeit, Wärme zu leiten. Die Idee dahinter war, das Aluminium als Kondensationsfläche zu nutzen, um den Rauch zu trocknen und zu kühlen. Die dabei entstehende Feuchtigkeit sollte durch Baumwolle aufgenommen werden.

In den 40er Jahren wurden Falcon-Pfeifen in den USA hergestellt und vorwiegend auf dem einheimischen Markt angeboten. Als kriegsbedingt strategisch wichtige Materialien (Aluminium) eingespart werden mussten, kam die Produktion kurzzeitig ganz zum Erliegen. Kurz nach dem Krieg nahm die Produktion wieder Fahrt auf, auch wenn die Pfeifen überwiegend in „Service Stores“ des amerikanischen Militärs verkauft wurden. Aber schon im Jahr 1954 wurden nur in den USA 6 Millionen Falcon-Pfeifen verkauft!

Um die Marke internationaler aufzustellen, wurde ein eigenständiges Vertriebs- u. Produktionsunternehmen gegründet. Die Produktionsstätte wurde 1956 nach England verlegt. Hier ist sie auch heute noch zu finden. Verschiedene Produktionsstandorte kamen in den 60er Jahren in England hinzu und die Produktionszahlen stiegen in heute nicht mehr gekannte Höhen. Allein der kleinste Standort in Sheppards Bush, London, produzierte 10.000 Pfeifen in einer Woche(!)

Falcon Pfeifen hatten in den Sechziger und Siebziger Jahren im Vereinigten Königreich einen so durchschlagenden Erfolg, dass man höchstwahrscheinlich zu jeder Uhrzeit in jedem Ortskern einen Mann traf, der eine Falcon im Mundwinkel trug. Falcon wurde der Inbegriff für den englischen Pfeifenraucher. Das Konzept der wechselbaren Pfeifenköpfe und dadurch wirtschaftlicheren Beschaffung für den Fall, dass mal etwas zu Bruch geht, scheint perfekt zur britischen Mentalität zu passen. St.Bruno und Falcon waren das wohl am häufigsten anzutreffende Duo in englischen Pubs.

Falcon hatte zwischenzeitlich einige Besitzerwechsel, aber seit 2009 befindet sich die Produktion in Hertfordshire und erfreut sich einer guten Auftragslage. Zwar sind die Stückzahlen natürlich längst nicht mehr so hoch, deswegen musste das Unternehmen natürlich mitschrumpfen. Aber Falcon-Pfeifen haben nach wie vor Freunde, die diese Originale mit dem anglo-amerikanischen Flair zu schätzen wissen.
So viel zur Geschichte der Marke. Wer hier noch tiefer eintauchen möchte, sollte Google bemühen. Es gibt unzählige Veröffentlichungen von Sammlern aus dem anglo- amerikanischen Raum. Dort genießt die Marke noch heute höchstes Ansehen.
Zur Praxis und Erklärung möchte ich kurz von unserer Seite Zitieren: -> Falcon Pfeifen

 

Die Falcon Pfeifen bestehen aus zwei Teilen, dem Kopf (meist aus Bruyère) und dem so genannten Humidome inklusive Holm aus Aluminium. Das Mundstück ist aus angenehm bissfestem Hartgummi gefertigt.

Aus der Brennkammer wird der Rauch durch eine zentral gelegene Zugbohrung in einen Raum darunter geleitet, den Humidome. Durch das kühle Metall kondensiert alle Feuchtigkeit und bleibt in diesem Humidome zurück. Um diese Feuchtigkeit auch zu binden, bietet Falcon sogenannte Dry-Rings an, die Sie natürlich auch bei uns erwerben können.

Als nächstes bewegt sich der Rauch durch den Holm, der eine zusätzlich kühlende Wirkung hat.

Das Ergebnis ist ein sehr trockener und kühler Rauch, der ein besonderes Geschmackserlebnis verspricht.

Den Pfeifenkopf können Sie wie jede andere Pfeife auch mit Ihrem Pfeifenbesteck und Pfeifenreinigern säubern, während Sie den Holm einfach mit einem feuchten Tuch auswischen und einige Pfeifenreiniger durch den Rauchkanal ziehen.

Wenn Sie nun sofort Lust auf eine weitere Pfeife haben, so müssen Sie nur den Kopf vom Holm durch Drehen entfernen und einen neuen Kopf Anschrauben. Das löst auch so manches Platzproblem auf Reisen, da Sie ja nur einen Holm und verschiedene Köpfe einpacken müssen.

Es gibt die Pfeifenköpfe in verschiedensten Formen und Materialien, auch den Holm gibt es in verschiedenen Varianten. Ob Farbe, Form oder Oberfläche – für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Noch eine Ergänzung zu den Oben erwähnten „Dry-Rings„, die leider nicht immer erhältlich sind. Man kann sich sehr gut behelfen, wenn man in den „Humidome“ ein rund gebogenes Stück eines Pfeifenreinigers hineinlegt, ein Paar Nørding Keystones oder ähnliches. So wird das auftretende Kondensat sehr gut gebunden.

Eine Falcon komplett ohne Absorbierungsmaterialien zu rauchen, ist leider kein Vergnügen- so zumindest meine Erfahrung.

Es gibt jedenfalls eine breite Palette an Unterteilen und Köpfen, die alle wild miteinander kombiniert werden können. Auch Pfeifenmacher bieten immer wieder Köpfe an, die auf Falcon-Unterteile passen. Leider sind sie wie viele Artikel aus UK nicht immer lieferbar. Wir, und der Importeur, bemühen uns redlich um Nachschub. Aber das Problem scheint auch hier immer wieder der Versand von UK in die Europäische Union zu sein. Wir hoffen sehr, dass es sich irgendwann einspielt.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Vielleicht gehören auch Sie bald zur Fangemeinde?

Gruppenpfeife 2022, es geht los!

Sie haben es vielleicht in letztem Jahr schon verfolgt. Wir waren der Fachhandelspartner für die Lieferung von individualisierten Gruppenpfeifen. Ca. 130 Stück durften wir verschicken. Nun sucht die deutschsprachige Facebook-Pfeifengruppe „Facebooks Pfeifenfreunde“ mit ca. 5000 Mitgliedern wieder eine Gruppenpfeife für das Jahr 2022.

Dazu wird eine Abstimmung angesetzt, die dann die zu bauende Gruppenpfeife auserwählt. Vorab hatten sich die Mitglieder in einem Voting für ein Lovat-Shape ausgesprochen.

Derzeit werden in der Gruppe die Prototypen vorgestellt, die von den verschiedenen Herstellern geliefert werden. Dies in der Reihenfolge, in der sie eintreffen.

Dieses Jahr sind wir wieder Fachhandelspartner und haben dies zum Anlass genommen, um gewissermaßen eine „Ausschreibung“ bei unseren Lieferanten auszurufen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

da wir einen Wettbewerb zu einer Gruppenpfeife der Facebook-Seite „Facebooks Pfeifenfreunde“ mit ca. 5000 Mitgliedern fachhandelsseitig betreuen, möchten wir Sie ansprechen, ob Sie Interesse haben, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.
Den letztjährigen Wettbewerb hat Bruno Nuttens, ein belgisch- französischer Pfeifenmacher, gewonnen.
Er hat 130 Bent-Rhodesian in sandgestrahlter Qualität mit Silberring gefertigt.
Die Mitglieder waren sehr glücklich mit dem Stück und posten es auch heute noch regelmäßig auf verschiedenen Social Media Plattformen.
Die Wahl der diesjährigen Abstimmung ist auf ein Lovat-Shape (Billard-Kopf, längerer Holm, eventuell Applikation, kurzes Sattel-Mundstück) gefallen.
Die Pfeife soll je nach Wunsch MIT oder OHNE Filter (nicht mit Adapter) gefertigt werden.
Material: Bruyere.
Im letzten Jahr entfielen ca 75% auf die 9mm- und 25% auf die 4mm- Bohrung.
Wir rechnen mit einem Bedarf zwischen 100- 150 Pfeifen mit einem KVP bis 220,- €.
Das Thema Applikation, Oberfläche, Mundstück etc. überlassen wir Ihrer Vorstellungskraft – machen also keinerlei vorgaben.
Es sollte möglichst ein Prototyp- oder eine aussagekräftige Grafik gefertigt werden.
Dieser Vorschlag kommt dann zur Abstimmung.
Die Verwirklichung des Projekts sollte noch dieses Jahr (2022) abgeschlossen werden
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich beteiligen.
Es haben sich überraschend viele Hersteller und Marken zurückgemeldet, die mit einen Prototypen ins Rennen gehen wollen.
Dazu gehören:
– Mastro de Paja
– Barling
– Worobiec Pipes
– Anton Pipes
– Bruno Nuttens
– Brebbia
– Big Ben
– Giordano
– Mario Pascucci
– Stefano Santambrogio
Edit: Chacom ist auch mit dabei!
Und als besonderes Highlight:
– Tom Eltang
Wir freuen uns jedenfalls über das große Interesse der Hersteller und können so bestimmt „etwas Schwung in die Bude“ bekommen. Wettbewerb belebt den Markt.
Natürlich hoffen wir ebenso, dass diese Aktion bei den Gruppenmitgliedern und unseren Kunden ebenso positiv aufgenommen wird.
Wenn Sie Interesse haben, sich bei der Auswahl des Herstellers zu beteiligen, werden Sie Mitglied in der Pfeifengruppe und beteiligen sich an der Diskussion. Eine abschließende Abstimmung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Der Kauf wird dann ganz bequem über unseren Shop abgewickelt.
Wer den Zuschlag erhält, erfahren Sie hier oder in der entsprechenden Gruppe: -> Facebooks Pfeifenfreunde

Brebbia: 75 Jahre im Zeichen der Pfeife

Wenn man etwas zur Geschichte der italienischen Pfeifenmanufaktur Brebbia schreibt, stößt man unweigerlich auf die gemeinsamen Anfänge mit Achille Savinelli. Es war 1947, erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich Enea Buzzi und Achille Savinelli zusammen mit drei Facharbeitern und dem Startkapital von Onkel Bernardo anschickten, eine Pfeifenproduktion aufzubauen. Unglücklicherweise merkten die beiden recht schnell, dass ihre Ansichten in vielen geschäftlichen Belangen nicht immer zusammenpassten. 1956 gingen die beiden dann getrennte Wege, und Savinelli bezog eigene Räumlichkeiten in Molina di Barasso.
Frühe Brebbia-Pfeifen trugen das „MPB-Logo“ (Manifattura Pipe Brebbia), doch man stellte fest, dass dieser Name nicht wirklich verfing. Als 1968 Wettbewerbe im „Pfeife langsam Rauchen“ zunächst in Italien, dann auch international populär wurden, änderte man das Logo schlicht in „Brebbia“ und fügte die heute bekannte Raute hinzu.
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Enea Buzzi und seine Fabrikmitarbeiter gründeten ein eigenes Langsamrauch-Team, das erfolgreich an mehreren Wettbewerben teilnahm und erheblich zur Bekanntheit des Markennamens beitrug. Zwischenzeitlich entwickelte sich das Unternehmen prächtig, 1977 schloss Eneas Sohn Luciano sein Architekturstudium ab und trat in das Unternehmen ein.
Als Luciano langsam mehr Aufgaben übernahm, reiste er durch ganz Europa mit dem Ziel, das Auslandsgeschäft wiederzubeleben. Er kam mit zahlreichen Eindrücken zurück. Er hatte bemerkt, dass die Pfeifenraucher in ganz Europa offenbar die Pfeife vermehrt als Accessoire wahrnahmen, das etwas über sie aussagt, und weniger als reines Rauchinstrument. Die erste von Luciano gestaltete Serie, ging 1979 vor allem auf den deutschen Markt ein, auf dem der 9mm Aktivkohlefilter zu seinem Siegeszug ansetzte. Diese und auch spätere Serien in den 80er Jahren waren besonders erfolgreich, da die Pfeifen zwar eine 9mm Bohrung hatten, aber von schlanker und eleganter Erscheinung waren. Dies machte Brebbia in Deutschland sehr bekannt.
Zunächst wurde 1992 ein großes Pfeifenmuseum gegründet, das zahlreiche Exponate aus Eneas eigenem Besitz beheimatet. Es ist auch heute noch nach vorheriger Anmeldung zu besuchen. Inzwischen sind die Produktionsanlagen die traditionellsten unter den Pfeifenherstellern Italiens.
Brebbia ist bekannt für markentypisches, individuelles Design, wie auch für hervorragende Rauchbarkeit.
So hat Brebbia über die Jahre einige Modelle entwickelt, die die Marke unverwechselbar machen. Die typische Calabash, die „Duo Filter“, eine Pfeife für zwei Aktivkohlefilter, oder auch die „Oom Paul“ sind so nur bei Brebbia zu finden.
Die geographische Lage der Manufaktur sowie der Standort der Lagerräume für Bruyèreholz leisten ihren Beitrag dazu, dass Tanninsäuren und Harze im Bruyère aktiv abgebaut werden können. So schmecken Brebbia-Pfeifen schon in den ersten Rauchgängen ungewöhnlich gut.
Kommenden Sonntag, am 05.06.22, feiert man das Jubiläum mit einer großen Feier am Firmensitz. Brebbia ist also „alive and kickin'“.
Wir wünschen Brebbia weitere 75 Jahre und freuen uns auf spannende Pfeifen!

Pipe Republic Blends jetzt auch in 50g lieferbar! Und: Neuheiten im Anmarsch.

Wir wurden von unseren Kunden immer wieder darauf angesprochen: Warum gibt es eure Pipe Republic Blends eigentlich nicht in der 50g Dose?

Gute Frage, irgendwo mussten wir vor einigen Jahren anfangen, und wir haben uns für die 100g-Dose entschieden. Aber die Vorteile, (auch) eine 50g Dose im Sortiment zu haben, liegen auf der Hand:

  • kleinere Menge
  • so wird eher probiert
  • günstigerer Preis
  • handlichere Abmessungen

Also haben wir uns mit unserem Hersteller, der Firma Dan Tobacco, verständigt, die meisten Sorten auch in 50g Dosen abzupacken. Dann fing allerdings das Warten an. Denn bis die Steuermarken für die neuen Packungsgrößen endlich eingetroffen waren verging fast ein halbes Jahr.

Deswegen freuen wir uns umso mehr, nun folgende Sorten auch in 50g anbieten zu können:

Wer sich also bisher scheute, direkt in 100g-Dosen zu „investieren“, sollte jetzt zugreifen!

Als Besonderheit gibt es übrigens unseren meisterverkauften Pipe Republic Tabak, den Ashford, auch im 250g Pack!

Außerdem können wir bald „Nachwuchs“ unserer Pipe Republic Blends verkünden! Ein neuer Blend befindet sich sozusagen auf der Zielgeraden!

Der Isle of Thanet wird die Latakia-Fraktion stärken. Auch er wird in 100 und 50g erhältlich sein. Der „Coup“ bei der Mischung ist, dass wir gewissermaßen zu den Ursprüngen zurückkehren, was man heutzutage unter „englischer Mischung“ versteht. Er besteht zu einem großen Teil aus Orienttabaken, die kräftig mit Latakia und etwas Virginia angereichert werden.

Damit enthält er eigentlich die „Quintessenz“ dessen was man gemeinhin unter englischen Tabaken versteht. Absichtlich wurde nichts hinzugefügt, was ihn möglicherweise abmildert oder „verwässert“, aber es wurde auch nichts hinzugefügt was ihn noch würziger erscheinen lässt. Wir finden also weder Black Cavendish, noch Burley, oder Perique und Kentucky in der Mischung. Und natürlich auch kein zugesetztes Aroma.

Freuen Sie sich auf diesen neuen, recht fein geschnittenen, sehr ursprünglichen Engländer made in Norddeutschland.

Bei dem Isle of Thanet haben wir übrigens das erste Mal mit der Firma Kohlhase & Kopp und dem Tabakmischer Herrn Nitsche zusammengearbeitet. Wir sind positiv überrascht von der Flexibilität und der Fähigkeit, auf Kundenwünsche einzugehen.

Und eins ist sicher: Es war nicht der Letzte, bleiben Sie also gespannt!