Legenden der Pfeifenwelt: Jess Chonowitsch

Als wir Ende letzten Jahres publik machten, dass wir am Ankauf von Pfeifensammlungen interessiert sind, kontaktierte uns der Sohn eines ehemaligen Pfeifensammlers und bot uns die Sammlung an. In der Sammlung waren einige Pfeifen überaus namhafter Hersteller. Unter anderem von Jess Chonowitsch. Natürlich griffen wir zu. In diesem Zuge sind wir nun zu einigen hochinteressanten Stücken gekommen. So ist es aber auch nötig geworden, etwas genauer auf den legendären Namen einzugehen.

Jess Chonowitsch gehört zweifelsohne zu den absoluten Legenden der dänischen Pfeifenmacher-Avantgarde. Kaum jemand hat eine höhere Reputation, es gibt kaum andere Pfeifen, die mehr Begehrlichkeiten wecken, und man findet nur wenige Pfeifen, für die höhere Preise gezahlt werden. Dies alles verstärkte sich umso mehr, als er sich 2006 aus dem Geschäft zurückzog. Kenner zählen seine Pfeifen zu den besten, die je gebaut wurden und je gebaut werden.

Sein Ruf begründet sich nicht nur in seinem ständigen Streben nach Perfektion – der er sehr nahe gekommen ist -, sondern auch in seiner hohen Kreativität und Innovationskraft. Hinzu kommen seine kompromisslosen Ansprüche an Bruyere. Man wird wohl keine Pfeife mit einem „Jess Chonowitsch“ Stempel finden, die nicht makellos ist.

All dies kommt natürlich nicht von ungefähr, denn er ist der Sohn keines Geringeren als Emil Chonowitsch, ebenfalls Pfeifenmacher und jahrelang bei Poul Rasmussen (Anne Julies Ehemann) tätig. Jess arbeitete später mit seinem Vater in einer gemeinsamen Werkstatt zusammen.

Seine Anfänge machte Jess allerdings ebenfalls bei Poul Rasmussen, bei dem er das Pfeifenmacherhandwerk aus der Perspektive des Reparateurs kennenlernte. Nach dem frühen Tod von Poul wechselte er zum Fachhändler und Pfeifenmanufakteur W.Ø. Larsen, der zu diesem Zeitpunkt sehr viele Pfeifen herstellte. Hier war Hans „Former“ Nielsen zu dieser Zeit Leiter der Produktion. Zwar war jede Pfeife handgemacht, aber es gab festgelegte Shapes und Finishes. Jedes Shape hatte eine eigene Nummer. Diese Zeit war sehr lehrreich für Jess, wenn auch sehr frustrierend, denn seine Kreativität konnte er so kaum ausleben.

So suchte er nach einer Möglichkeit kreativ zu arbeiten und fand sie bei keinem Geringeren als Sixten Ivarsson. Am Vormittag arbeitete er bei W.Ø. Larsen, am Nachmittag wechselte er zu Sixten Ivarsson. Seine Arbeit hier wurde allerdings zunächst nicht honoriert. Erst als Sixten der Meinung war, dass seine Pfeifen gut genug waren den Stempel „A Ivarsson Product“ zu tragen, wurde er für seine Arbeit bezahlt.

Jess Chonowitsch liebte die Arbeit bei Sixten Ivarsson, denn hier lernte er kreative Freiheit kennen. Was allerdings nicht hieß, dass Sixten seine Arbeit nicht kritisierte. Im Gegenteil: Er kritisierte ihn scharf und machte ihn so nur noch ehrgeiziger, seine Fähigkeiten und Formensprache zu verbessern. Von ihm lernte er, dass Mundstücke integraler Bestandteil des kreativen Prozesses sind – und nicht „notwendiges Übel“.

1970 beendete er die Zusammenarbeit mit Sixten Ivarsson und stand auf eigenen Füßen. Durch ihn hatte er wichtige Geschäftskontakte nach Japan, in die USA, in die Schweiz und nach Deutschland geknüpft. So fand er dankbare Abnehmer seiner eigenen Pfeifen.

In den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war er als bedeutender Designer einiger wichtiger Pfeifenshapes für Stanwell tätig, die heute bei Kennern besonders gefragt sind

Es ist schwer zu sagen, wieviele Pfeifen Jess Chonowitsch in seiner Karriere fertigte, aber es müssen in den 80ern einige hundert pro Jahr gewesen sein. Als er sich 2006 zurückzog baute er noch hin und wieder zum Vergnügen eine Pfeife, die entweder in die USA oder in die Schweiz gingen. Es waren aber nie mehr als ein, zwei Dutzend pro Jahr.

Jess Chonowitsch Pfeifen sind nicht nur in technischer Hinsicht ein Hochgenuss, sondern auch in ästhetischer Hinsicht. Seine Pfeifen sind zu 95% glatt, poliert und mit hervorragender Maserung. Sehr, sehr selten sandgestrahlt. Er verwendet gerne Bambus für die Holme. All seine Pfeifen haben den bekannten, runden „Jess Chonowitsch Denmark“ Stempel. Einige sehr besondere Pfeifen haben einen zusätzlichen „Vogel“ Stempel.

Seine Pfeifen – egal, ob neu oder als Estate – gehören zu den begehrtesten Stücken der Sammlerwelt. Wir sind froh und stolz, einige in unserem Sortiment zu haben.

 

Nur bei uns: Rossi Vintage Pfeifen for Tabac Benden. Hergestellt von Savinelli.

Können Sie sich noch an den Bericht über unsere Italienreise zu Savinelli im Herbst letzten Jahres erinnern? Falls nicht, lohnt es sich auf jeden Fall, ihn noch einmal wachzurufen. Als wir vor Ort waren, stolperten wir beim Besuch des Lagers über alte, vorgedrehte Köpfe, die eine ordentliche Staubschicht angesetzt hatten, ansonsten aber „gut in Schuss“ waren.

Dabei handelte es sich um alte Savinelli-Shapes, die schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr produziert werden. Zudem war die Holzqualität nicht so gut, dass man Hochpreisiges daraus machen konnte. Also vergaß man die vorgedrehten Köpfe über die Jahre. Uns kam die Idee, etwas daraus zu machen, und Savinelli erklärte sich bereit, uns ein paar Pfeifen fertig zu stellen.

Resultat sind die Rossi Vintage for Tabac Benden – Pfeifen mit unglaublich gutem Rauchverhalten. Das Holz hatte über die Jahre Zeit zu reifen und zu trocknen. Zudem erhält man Shapes, die es seit Jahrzehnten schon nicht mehr im Standardsortiment gibt.

Die Oberfläche ist traditionell im Savinelli-Stil rustiziert, und die Mundstücke sind passend zum „Vintage-Charme“ in Ebonit ausgeführt. Die Pfeifen haben entweder eine 6mm- Bohrung oder sind ohne Filter. Dies war aufgrund der schlanken Holme und eleganten Linien gar nicht anders möglich.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Savinelli-Verhältnisse ungewöhnlich gut. Glatte 70 Euro für eine Pfeife aus den Werkstätten in Gavirate sind fast geschenkt. Vor allem wenn man bedenkt, dass sonstige Rossi-Pfeifen schon 89 Euro kosten

Allerdings sind die Stückzahlen begrenzt, und eine Wiederauflage so gut wie ausgeschlossen. Schnell sein ist gefragt.

Rossi ist übrigens ein Markenname, der heutzutage von Savinelli überwiegend für preisgünstigere Pfeifen genutzt wird. Einst war Rossi eine eigene, unabhängige Marke und sogar die größte Pfeifenfabrik der Welt. Sie war ebenfalls in Gavirate ansässig, und vom Savinelli-Gelände muss man nur schräg gegenüber über einen Bahndamm schauen, um die alten Fabrikgebäude von Rossi sehen zu können. Der bekannte Pfeifenfachmann Ralf Dings hat in seinem Blog einen interessanten Artikel zu dieser alten Marke verfasst, der das Lesen überaus wert ist.

Wir möchten Sie jedenfalls motivieren, sich für dieses Stück Pfeifen- und Markengeschichte zu begeistern. Unsere Rossi Vintage sind die perfekten Begleiter dafür.

 

Gebrauchte, aufgearbeitete Pfeifen: Estate Pfeifen neu bei Cigarworld!

Sie erinnern sich vielleicht daran, dass wir dazu aufgefordert hatten, auf uns zuzukommen, wenn Sie Pfeifensammlungen oder Geschäftsauflösungen verkaufen möchten.

Dieser Aufruf war in jedem Fall erfolgreich, denn wir haben viele Angebote erhalten. So viele, dass wir ein bisschen filtern mussten. Leider waren hier und da auch Angebote dabei, die wir ablehnen mussten. Dazu später mehr.

Bei den Angeboten waren jedenfalls auch solche, die sehr attraktiv waren. Nämlich Pfeifen dänischer Pfeifenmacher, die teilweise schon seit einigen Jahren nicht mehr produzieren. Wie zum Beispiel Pfeifen von S.Bang, den beiden Pfeifenmachern Ulf Noltensmeier und Per Hansen, die sich vor gar nicht langer Zeit in den Ruhestand verabschiedet haben. Falls Sie mehr erfahren möchten: Der Pipedia-Artikel zu S.Bang ist sehr interessant.

Diese Pfeifen sind jetzt die ersten, die wir bei uns im Shop anbieten. Natürlich sind die Pfeifen nach „allen Regeln der Kunst“ aufgearbeitet und poliert. Und falls Sie fragen: Ja, eine Filterbohrung haben auch einige von Ihnen, sogar von Hause aus!

In den nächsten Wochen und Monaten werden noch andere Pfeifen folgen. Auch die klassische, mittlere Preislage wird dabei bedient. Schauen Sie am besten regelmäßig bei unseren neuen Pfeifen auf der Pfeifenshop-Startseite nach. Wir werden natürlich auch auf unseren Social Media Kanälen darauf hinweisen.

Die Pfeifen wurden und werden bei renommierten Aufarbeitern wieder in Ordnung gebracht. Parallel arbeiten wir allerdings daran, mit eigener Manpower Pfeifen aufzuarbeiten. Hierfür haben wir einige Investitionen an Material und Know How getätigt. So waren einige unserer Mitarbeiter kürzlich bei einem Lehrgang, der freundlicherweise von unseren befreundeten Pfeifenmachern Toto Klemme und Kelvin Pohler (CO Pipes) ausgerichtet wurde.

Sie können also gespannt sein, wie sehr das Thema Fahrt aufnimmt. Wir sind es auch!

Natürlich möchten wir an dieser Stelle abermals darauf hinweisen, dass wir nach wie vor am Ankauf von Pfeifensammlungen interessiert sind. Sie können uns gerne unter pipes@cigarworld.de kontaktieren.

Abschließend möchten wir noch so etwas wie unsere Estatepfeifen-Philosophie platzieren.

Für den Ankauf gilt bei uns folgendes:
  • Wir sind grundsätzlich interessiert an Pfeifensammlungen, Geschäftsauflösungen, und sonstigen Konvoluten. Ungeraucht und geraucht.
  • Einzelpfeifen oder sehr kleine Stückzahlen sind für uns weniger interessant, da der Aufwand des Ankaufes in keinem wirtschaftlichen Verhältnis steht. Ausgenommen davon sind sehr hochwertige Einzelstücke.
  • Wir behalten uns vor, ein Angebot abzulehnen, wenn die Kosten der Aufarbeitung die des zu erwartenden Erlöses übersteigen.
  • Außerdem behalten wir uns vor ein Angebot abzulehnen, wenn der Zustand der angebotenen Pfeifen zu schlecht ist.
  • Wir zahlen faire, gerechtfertigte Preise.
Im Verkauf gilt für uns folgendes:
  • Wir bieten nur Pfeifen an, die keine groben Mängel haben.
  • Wir behalten uns vor, Mundstücke und Applikationen zu ersetzen, wenn es notwendig ist.
  • Wir möchten keine Einrauchpaste in aufgearbeitete Pfeifen haben, um zu dokumentieren, dass die angebotene Pfeife keinen sichtbaren Beschädigungen durch zu heißes Rauchen in der Tabakkammer hat.
  • Wir sind keine Freunde aufwändiger Reinigungsmaßnahmen wie Kuren mit Isopropanol oder Ozon. Wenn dies gewünscht wird, kann es der Kunde gerne selbst machen.
  • Wir bieten aber auch keine Pfeifen an, die so grob verschmutzt sind, dass es wirklich nötig wäre.
  • Wir möchten kein komplettes Herunterschleifen bis auf die Holzoberfläche. Wir haben Respekt vor der Patina alter Pfeifen und wollen sie erhalten.
  • Dies gilt sowohl für die Tabakkammer wie auch die äußere Holzoberfläche.
  • Eine Patina ist unserer Ansicht nach ein Feature und nicht ein Fehler.
  • Bei Estate Pfeifen handelt es sich um Pfeifen, die ein „Vorleben“ hatten. Für viele macht genau das die Faszination aus. Bitte berücksichtigen Sie dies, wenn Sie eine gebrauchte Pfeife kaufen möchten. Sie sollten nicht dieselben Maßstäbe anlegen, wie an Neuware.
  • Wir bepreisen unsere Estate-Pfeifen fair und attraktiv. Für viele Pfeifenfreunde werden bestimmt zahlreiche Schnäppchen mit dabei sein. Bitte bedenken Sie aber auch, dass einige Marken und Macher ihren Hauptmarkt nicht in Deutschland haben (bzw. hatten). Deshalb können Ihnen Preise überhöht erscheinen, auch wenn die Preise im internationalen Vergleich auf Normalniveau sind.
Abschließend bleibt zu erwähnen, wir hoffen, dass Ihnen unsere Sortimentserweiterung zusagt und sie weiteren Zuspruch findet.

Geheimtipp seit fast 20 Jahren – Foundation Pipes by Massimo Musico jetzt bei Cigarworld

Bekannte Namen

Wer in die Geschichte von Foundation Pipes by Musico eintaucht, bemerkt ein typisch italienisches Auf und Ab sowie die Beteiligung vieler Akteure. Auch wenn Massimo Musico der derzeitige Hauptakteur der Marke ist, waren in der Vergangenheit andere, bedeutende Namen involviert. Angefangen hat alles mit Giorgio Muscio, der einen Pfeifenladen in Rom betrieb. Er hatte eine sehr intensive und fruchtbare Kooperation mit Fritz und Paolo Becker (Federico Becker von Becker Pipes ist sein Sohn), dessen Pfeifen er fast alle aufkaufte, um sie in seinem Geschäft zu verkaufen.

Eigener Laden, eigene Pfeifen

Die Zusammenarbeit war so gut, dass sie 1990 beschlossen, den Laden gemeinsam zu betrieben. 1995 fertigten sie auch gemeinsam die Pfeifen. Zu dieser Zeit entwickelte sich Massimos Talent für die Herstellung von Silberapplikationen. Sie hatten Erfolg, und ein großer Teil der Ware wurde nach Japan und in die USA exportiert. Im Jahr 2002 widmete sich Paolo Becker wieder intensiver der Entwicklung seiner eigenen Marke Becker Pipes und die Kooperation kam zum Erliegen. Leider verstarb Paolo Becker im Jahr 2014. Die Restbestände von Becker & Musico Pfeifen wurden im eigenen Laden in Rom verkauft, der so noch einige Zeit bestehen blieb.

Die Anfänge von Foundation

Massimo Musico machte aber weiter und gründete Foundation by Musico. Die Pfeifen wurden zunächst mit der Hilfe einiger italienischer Pfeifenmacher produziert, später arbeitete er allein oder mit der Hilfe seines Sohnes Giorgio. Sie waren von Anfang an ein großer Erfolg, denn auf aufwändiges Marketing oder Zwischenhänder wurde verzichtet. So konnten Foundation Pipes ihren fast legendären Ruf begründen, den sie noch heute haben. Sie stehen für unglaublich gute Qualität, klassische Eleganz und überaus gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Deswegen sind sie auch nicht an jeder Ecke zu finden und entsprechend gefragt.

Noch immer ein Geheimtipp

In Deutschland sind sie allerdings noch immer ein Geheimtipp, auch wenn die Kooperation mit Hans Wiedemann, um die Africa-Line für HU zu kreieren, Foundation Pipes einige Aufmerksamkeit einbrachte. So gab es in den 2010er Jahren tatsächlich einen kleinen Boom in Deutschland für die Marke. Seitdem ist es um Massimo Musico wieder etwas ruhiger geworden. Er verkaufte seine Pfeifen allerdings noch weiterhin an namhafte amerikanische Online-Händler. Trotzdem war es nicht einfach, mit ihm in Kontakt zu treten, und wir sind dankbar für unser mittlerweile gut ausgebautes Pfeifenmacher-Netzwerk in Italien, das sehr hilfreich war.

Grading

Wie so oft bei italienischen Marken ist das Grading und die Datierung von Foundation und Becker & Musico-Pfeifen recht kompliziert. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage von Massimo Musico.

Hier daher nur ein kurzer Auszug:

Set: Glattes Finish, in rotbraunem Farbton

Set Special: Glattes Finish, in rotbraunem Farbton, gute Maserung

Set Double Special: Glattes Finish, in rotbraunem Farbton, top Maserung

Club: Glattes Finish, in hellem Farbton

Club Special: Glattes Finish, in hellem Farbton, gute Maserung

Club Double Special: Glattes Finish, in hellem Farbton, top Maserung

Floodlight: Dunkle Sandstrahlung

Floodlight Special: Helle Sandstrahlung

Floodlight Double Special: Helle Sandstrahlung, top Maserung

Bis jetzt sind alle Foundation Pfeifen ohne Filterbohrung und mit Ebonitmundstück. Wir freuen uns, dass wir als einziger deutscher Fachhändler Foundation Pfeifen im Sortiment haben und ihnen diese handgemachten, klassischen Pfeifen mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis wärmstens ans Herz legen zu können.

Frohe Feiertage, im nächsten Jahr hören Sie wieder von uns!

Kurzmitteilung

Liebe Kunden, Lieferanten, Freunde,Kollegen und Mitstreiter,

herzlichen Dank für ein sehr erfolgreiches 2023.

Dieses Jahr war geprägt von interessanten Veränderungen am deutschen Markt. Neuen Marken, der Abschied von alten Marken und Namen, sowie neuen Eindrücken und Reisen.

Auch im nächsten Jahr möchten wir Sie wieder bestmöglich informieren, denn eines ist klar, 2024 wird mit Sicherheit nicht ruhiger und beschaulicher. Ganz im Gegenteil. Neue Marken und Produkte stehen schon in den Startlöchern. Und auch unsere nächsten Reisen sind schon geplant.

Umso mehr wünschen wir Ihnen ruhige und hoffentlich genußvolle Feiertage. Lassen Sie sich reich beschenken, und genießen sie die Zeit mit der Familie.

Wir, von Cigarworld Pipes sind „in voller Stärke“ wieder ab dem 08.01.24 für Sie da.

Natürlich läuft der Versand in der Zwischenzeit wie gewohnt weiter.

Mutig, frisch, italienisch: Michele Brentegani und seine Freehand-Pfeifen

Man muss heutzutage schon eine besondere Vision von sich und seiner Arbeit haben, um alles auf eine Karte zu setzen und Pfeifenmacher im Haupterwerb zu werden. Diesen mutigen Schritt hat der junge, 1989 geborene italienische Pfeifenmacher Michele Brentegani getan.

Das hat uns sehr imponiert, und wir mussten feststellen, dass wir und Michele in vielen Dingen ähnlich ticken. Dies war einer der Gründe, warum wir uns dazu entschlossen haben, seine tollen Pfeifen in unser Sortiment aufzunehmen.

Michele stammt aus Verona. Neben der Passion für Musik hat er immer wieder an anderen Holzbau-Projekten gearbeitet. Mal hat er einen Bogen gebaut, mal eine Flöte. Seinen Abschluss hat er in traditioneller chinesischer Medizin und Tutina-Massage erlangt.

Er baut erst seit 2015 Pfeifen, und der Weg zu seiner ersten, selbst gebauten Pfeife verlief nicht schnurgerade. Michele traf einen Freund, der eine Churchwarden-Pfeife rauchte. Der Anblick faszinierte ihn so sehr, dass er sich das nächstbeste Stück Holz schnappte und sich einen Pfeifenkopf schnitzte.

Er bemerkte, dass er nun ein Mundstück benötigte. Nach einer kurzen Internetrecherche rief er beim italienischen Pfeifenhersteller Brebbia an und fragte nach einer Quelle, um ein Mundstück zu kaufen. Man sagte ihm, dass man Mundstücke leider nur ab 1000 Stück verkaufen würde. Kurz vor Ende des ernüchternden Gespräches fragte man ihn aber dennoch nach seiner Adresse. Und siehe da, nach zwei Tagen kam ein Umschlag mit drei Mundstücken für ihn an. Eine Rechnung gab es nicht. Man schenkte ihm die Mundstücke und wünschte ihm viel Glück. So war Brebbia „schuld“ daran, dass ihn nun der Virus des Pfeifenbaus befiel. Deswegen fühlt er sich der Traditionsmarke auch noch heute sehr verbunden.

Ganz am Anfang seines Pfeifenbaus war er überwiegend als Autodidakt tätig, nach und nach kam er aber in Kontakt mit anderen Pfeifenmachern und tauschte sich aus. 2020 wurde er  Mitglied in der „Academia della pipa italiana“, die von Mimmo Romeo (von Romeo Pipes) ins Leben gerufen wurde. Mit anderen Mitgliedern, wie z.B. Gabriele Dal Fiume, Davide Iafisco und Gioacchino Sauro kamen auch andere Ideen und Herangehensweisen zur Sprache. Der Austusch förderte seinen kreativen Prozess, und seine handwerklichen Fähigkeiten. Schließlich fasste er auch in diesem Jahr den Entschluss, sich als Pfeifenmacher selbstständig zu machen.

Heutzutage ist seine Arbeit klar beeinflusst von der dänischen Schule. Er hat aber auch einen großen Respekt vor der englischen Klassik, die als Freehand-Pfeifenmacher in der Umsetzung viel Geschick erfordert.

Michele Brentegani verarbeitet überwiegend Bruyereholz und gelegentlich Morta. Zunehmend aber auch Olivenholz, das er für seine tolle Maserung und gute Verarbeitungsfähigkeit schätzt. Eine Spezialität und gewissermaßen Markenzeichen sind seine azurblauen Ebonitmundstücke geworden. Beim ersten Blick wird klar: „Das ist eine Brentegani Pipe„!

Das er beim Thema Social Media mit der Zeit geht dürfte eigentlich klar sein. Der Vollständigkeit halber möchten wir auch sein Instagram und Facebook-Profil erwähnen, auf dem er viele interessante Dinge teilt.

Wir freuen uns, dass wir die Pfeifen von so einem optimistischen und mutigen jungen Pfeifenmacher im Sortiment haben. Wir sind übrigens der erste und einzige Händler, der Brentegani-Pipes mit 9mm Filterbohrung anbietet. Jetzt ist es an Ihnen, seine Arbeit und seine Pfeifen kennenzulernen, um ihn auf seinem weiteren Weg zu unterstützen.

St. Barry und Meermin: Zwei neue Haustabake bei Tabac Benden

Zwei neue Tabake sind in unserem Hausmarken Sortiment eingetroffen!

St. Barry und Meermin. Und wie immer haben wir lange an dem Projekt gearbeitet. Dementsprechend froh und stolz sind wir nun, dass die Mischungen endlich erhältlich sind.

Dieses Mal haben wir wieder mit den Spezialisten von Mac Baren zusammengearbeitet, die unsere Wünsche und Vorstellungen am besten umsetzen konnten.

Kommen wir aber zu den Tabaken selbst. Dazu haben wir in unserem Shop folgende Beschreibung des St. Barry eingefügt:

„Englischer kann ein Tabak wohl kaum sein als unser „St.Barry„.

Der Bernhardiner besteht aus verschiedenen Commonwealth-Virginias und einer schönen Portion Kentucky.

Er ist nicht (!) heißgepresst, sondern verbleibt für längere Zeit in der unbeheizten Flakepresse. Danach wird er locker aufgerubbelt, aber einiges an Flake bleibt intakt.

Er hat ein deutlich wahrnehmbares Malzessig- Casing, das die Spitzen des Virginias und die rauchige Würze des Kentuckys ganz wunderbar-herzhaft ergänzt.

Es ist eine Mischung, auf die man sich schnell einlassen kann.

Und eine Mischung, der man lange die Treue halten kann.

Kurzum, ein echter Oldschool-Tabak, der in Deutschland absolut einzigartig ist.“

Wie Sie unschwer erkennen können, richtet sich die Mischung nicht unbedingt an diejenigen, die gerne süße, hocharomatische Tabake bevorzugen. Eher an diejenigen, die es herzhaft und würzig mögen.

Und nun zum Meermin:

„Unsere Meerjungfrau (Meermin = Niederländisch für Meerjungfrau) hat ihre Vorbilder in der niederländischen Tabaktradition.

Genauer gesagt in der niederländischen Art Cavendish herzustellen. Nicht Black Cavendish wohlgemerkt, sondern eine Veredelung durch Reifung, nicht durch das schnelle Hinzufügen von Dampf und Hitze.

Die Tabake werden gepresst und lagern so einige Zeit in  Form von großen, quadratischen „Tabakkuchen“, bis sie wieder vor dem Abpacken rauchfertig zerteilt werden.

Dies macht die Mischung aus Virginia, Burley, Orient und etwas Kentucky besonders sanft, aromatisch und rund.

Zu guter Letzt bekommt die Mischung eine angenehme Trockenobst-Note, die sie etwas süßer und wohltuend duftend macht.

Die Meermin ist unsere Interpretation einer klassischen, niederländischen Oldschool-Mischung, die absolutes Allday-Smoke-Potenzial hat.“

Der Meermin richtet sich an diejenigen, die einen milden, aber nicht zu süßen Begleiter durch den Tag suchen. Eine angenehme Raumnote ist hier das „I-Tüpfelchen“, spielt aber nicht die Hauptrolle. Dennoch: Meine Frau war von dem Geruch begeistert. Was sie sonst bei Tabak nie ist!

Alles in allem haben beide Mischungen das Potenzial, jetzt schon Klassiker zu werden. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn auch Sie probieren würden.

Viel Spaß beim Testen!

 

Gawith & Hoggarth Tabake ab Frühjahr 2024 in Deutschland erhältlich

Gute Neuigkeiten von Oliver Kopp, Mitinhaber von Kopp Tobacco in Rellingen. Man hat sich mit Gawith aus dem Vereinigten Königreich auf einen Import von Gawith & Hoggarth Tabaken einigen können. Die Marke wird somit das Portfolio ab Frühjahr 2024 verstärken. Der Hersteller steckt übrigens auch hinter den Samuel Gawith Tabaken.

Für Kenner geht damit ein Traum in Erfüllung. Denn bisher mussten die teilweise legendären Mischungen, Flakes, Twists, Plugs und Ropes aus der Schweiz, den USA oder dem UK mitgebracht werden.

Allerdings fängt man auch hier nicht mit dem vollen und zugegebenermaßen unübersichtlichen Sortiment an. Man beschränkt sich vorerst auf ein paar relativ bekannte Sorten, um den Markt auf Weiteres vorzubereiten und zu sondieren.

Bestätigt sind folgende Sorten:

  • American Blend Black (Cherry)
  • Ennerdale Flake
  • Bobs Flake
  • Kendal Gold
  • Kendal Dark
  • Brown Irish X Twist
  • Black XXX Twist
  • Spirit of Scotland
  • Louisiana Fake
  • Jamaica Flake
  • Mahogany Flake
  • Coniston Plug
  • Maple Twist

Namensänderungen aufgrund von EU-Bestimmungen sind unvermeidlich. Die hier erwähnten Tabake sind mit ihrem internationalen, nicht mit ihrem EU-Namen benannt.

Flakes, Plugs und Mixtures werden in 50g Dosen geliefert, die Twists und Ropes in 250g Packungen.

Ich selbst konnte schon einige Tabake probieren und kann versprechen, dass sich das Warten auf jeden Fall lohnen wird.

Freunde der Lakeland-Richtung ebenso wie Freunde der naturnahen Tabake kommen voll und ganz auf ihre Kosten. Erstaunlicherweise auch diejenigen, die eher süße Tabake bevorzugen. Spirit of Scotland und American Black Cherry sind Sorten die diesen Bereich sehr überzeugend abdecken.

Einen genauen Liefertermin gibt es leider noch nicht. Aber „Frühjahr 2024“ steht!

Sollte es in dieser Angelegenheit weitere Neuigkeiten geben, werden wir berichten.

Was sind Serienpfeifen?

Nachdem wir das letzte Mal darauf eingegangen sind, was Freehandpfeifen sind, wollen wir im heutigen Beitrag einmal festhalten, was man unter einer Serienpfeife versteht und wie sie sich charakterisieren lässt.

Was definiert eine Serienpfeife?

Serienpfeifen sind Pfeifen, von denen meist eine größere Stückzahl hergestellt wird und für deren Herstellung etwas mehr maschinelle Hilfe benötigt wird, als für die Herstellung von Freehand-Pfeifen. So wird der Pfeifenkopf im Gegensatz zu handgemachten Pfeifen zumeist in einer Kopierfräse oder CNC-Maschine vorgefräst. Auf diese Weise können mehrere Dutzend oder gar hunderte Pfeifenköpfe vorgefertigt werden.

Mundstücke bei einer Serienpfeife

Ähnlich sieht es bei den Mundstücken aus. Bei Serienpfeifen sind die Mundstücke entweder gegossen oder ebenfalls auf einer CNC-Maschine gefräst. Viele Hersteller lassen diesen Arbeitsgang von einem externen Betrieb erledigen, der sich darauf spezialisiert hat. Das Mundstück kommt dann „halbfertig“ in die Pfeifenmanufaktur. Einige Hersteller sind aber auch hier unabhängig und haben eigene Maschinen für die Mundstückherstellung.

Applikationen bringen Farbe ins Spiel

Auch die meisten Applikationen, Ringe und sonstigen Verzierungen werden oftmals vorgefertigt und zugekauft. In Italien gibt es hierfür sogar einen Hersteller, der sich drauf spezialisiert hat. Dies ist der Grund, warum einige Ringe und Applikationen sich herstellerunabhängig manchmal wiederholen können. Manche Hersteller haben eigene Werkstätten für die Herstellung von Silberringen und Holzdekorationen und sind sehr kreativ bei der Gestaltung von Applikationen.

Wirtschaftliche Produktion

Während es bei Serienpfeifen besonders wichtig ist, dass eine wirtschaftliche Herstellungsweise der Pfeifen einen hohen Stellenwert hat, gibt es dennoch einige Arbeitsgänge, die sich in keinster Weise von handgemachten Pfeifen unterscheiden. Dazu zählt zum Beispiel die Feinbearbeitung des Pfeifenkopfes, die individuelle Anpassung des Mundstücks an den Holm, das Auftragen der Beize oder Lackierung, andere Oberflächenbearbeitungen wie Rustizierung und Sandstrahlung oder das Polieren der Pfeife.

Raue Oberflächen sind teuer

Besonders das Rustizieren oder Sandstrahlen sind arbeitsaufwändige Prozesse für die viel Handarbeit nötig ist. So ist es besonders erstaunlich, dass Pfeifen mit rauher Oberfläche im Handel oft deutlich günstiger sind als die glatten Varianten. Die Arbeit, die in diese Pfeifen investiert wird, ist deutlich höher.

Nacharbeit am Mundstück

Auch passen Mundstücke in den seltensten Fällen direkt aus der Presse oder CNC- Maschine ohne Probleme an den Pfeifenholm. Meistens muss das Mundstück verschachtelt werden, Gießgrate beseitigt und poliert werden. Außerdem ist jedes Mundstück – egal ob handgemachte – oder Serienpfeife – im Ursprung gerade. Die Biegung des Mundstücks wird immer vorsichtig per Hand ausgeführt. Dafür muss es mit Heißluft erhitzt werden. All diese Arbeitsgänge können nur per Hand ausgeführt werden.

Aufwändige Bearbeitung des Pfeifenkopfes

Auch der Pfeifenkopf kommt roh und unfertig bearbeitet aus der Maschine. Vor allem der Übergang zwischen Kopf und Holm erfordert viel Nacharbeit. Aber auch wenn dies erledigt ist, muss der Pfeifenkopf nachgeschliffen werden, damit die Oberfläche geglättet wird. Erst dann kann gebeizt werden. Dies sind oftmals mehrere Arbeitsgänge, wenn mit Kontrastbeize gearbeitet wird. Dafür wird zunächst eine sehr dunkle Beize aufgetragen, die im nächsten Arbeitsgang wieder abgeschliffen wird. Erst dann wird die hellere Beize aufgetragen. Auf der polierten Pfeife entsteht dann ein besonders schöner Kontrast, denn die weichen Holzbestandteile haben die dunkle Beize besser aufgenommen, während die härteren Bereiche mit der helleren Beize getränkt sind. Die Maserung tritt so deutlich zum Vorschein.

Der Pfeifenkopf muss glänzen!

Bei einigen Serienpfeifenherstellern kommen Lacke zum Einsatz, die aufgesprüht werden. Dies ist ein Arbeitsgang, der bei allen Herstellern handgearbeiteter Pfeifen fehlt. Dennoch wird bei der überwiegenden Anzahl an Serienpfeifenherstellern auch „traditionell“ mit Carnaubawachs poliert. Lacke haben bei einigen Pfeifenrauchern eine schlechte Reputation, denn wenn man lackierte Pfeifen zu heiß raucht, neigen sie dazu, Blasen auf der Oberfläche zu bilden. Dieses Problem ist in den letzten Jahren allerdings durch die Verwendung moderner Produkte zurückgegangen. Heutzutage passiert es daher nur noch sehr selten.

Viel mehr Handarbeit als gedacht

Alles in allem lässt sich festhalten, dass die Produktion von Serienpfeifen viel mehr Handarbeit erfordert, als allgemein angenommen wird. Auch wenn sich Serienpfeifen auf den ersten Blick gleichen, sind es auf eine gewisse Art doch Unikate, denn jedes Stück Bruyere ist einzigartig. Serienpfeifen bleiben für Pfeifenhändler die wichtigste Art der Pfeife, denn sie bieten gute Qualität zu einem attraktiven Preis, die in größeren Stückzahlen erhältlich ist.

 

 

Was sind Freehand-Pfeifen?

Freehandpfeifen sind Unikate

Sie sind bestimmt schon häufiger auf den Begriff Freehand-Pfeife gestoßen. Doch was macht eine Freehand-Pfeife aus und charakterisiert sie? Was ist der Unterschied zu einer „Handmade“ oder der Unterschied zu einer Serienpfeife?

Zunächst gilt für Freehandpfeifen erst einmal, dass sie davon ausgehen müssen, dass die Pfeife, die Ihnen gefällt, ein Unikat ist. Es gibt auf der ganzen Welt nur ein Exemplar von ihr. Dies unterscheidet sie grundsätzlich von Serienpfeifen, von denen einige Dutzend bis Hunderte hergestellt werden.

Weniger technische Hilfsmittel

Der Anteil an Handarbeit ist bei einer Freehand-Pfeife besonders hoch, denn alle formgebenden Arbeitsgänge sowie das Anfertigen der Bohrungen werden frei Hand (daher Free-Hand) ausgeführt. So wird die Bruyere-Kantel an einer Schleifscheibe so lange geformt, bis der Pfeifenmacher eine Form erstellt hat, die seinen Vorstellungen entspricht. Er macht dies ohne Schablonen oder andere Hilfsmittel wie CNC- oder Drehmaschinen. Auch das Mundstück wird per Hand aus einem Stück Ebonit oder Acryl gefertigt, nicht aus einem vorgeformten Mundstück-Rohling. Vor allem das Bohren der Pfeife frei aus der Hand ist ein schwieriger Prozess, der viel Feingefühl erfordert. Diese Arbeitsweise wurde in den 60-70er Jahren von den altern Meistern der dänischen Schule perfektioniert und popularisiert. Es ist die prestigeträchtigste Art der Pfeifenherstellung und mit Sicherheit auch die teuerste.

Handmades-Präzision mit technischer Hilfe

Die Definition einer „Handmade“ ist da etwas freier. Bei der Herstellung des Pfeifenkopfes werden auch Hilfsmittel wie Dreh- und Drechselmaschinen angewendet. Dies kommt der Effizienz, aber auch der Symmetrie einer Pfeife sehr zugute. Bei geraden, klassischen Pfeifen sieht man beispielsweise sehr deutlich, ob der Holm gerade oder etwas „wellig“ ist. Auch bei der Fertigung des Mundstücks wird teilweise auf Mundstück-Rohlinge zurückgegriffen. Handmade-Pfeifen sind in der Regel Unikate. Doch manche Pfeifenmacher arbeiten so exakt, dass auch Kleinserien als Handmade-Pfeifen möglich sind. Preislich unterscheiden sich Handmade-Pfeifen von Freehand- Pfeifen nicht wesentlich. Vor allem in der italienischen Pfeifenmacher-Tradition haben Handmade-Pfeifen einen hohen Stellenwert.

Was ist „besser“?

Grundsätzlich ist eine Unterscheidung müßig, und eigentlich nur möglich, wenn ein Pfeifenmacher lückenlos seinen Fertigungsprozess jeder Pfeife offenlegt. Einen Nutzen hat der Pfeifenraucher, der diese Pfeife kauft, eigentlich nicht durch den Umstand, dass die Pfeife eine Handmade oder Freehand ist. Wie übrigens auch nicht, wenn die Pfeife eine Serienpfeife ist, die viel mehr Handarbeit erfordert, als so mancher denkt. Dazu an anderer Stelle mehr.

Weder die eine oder andere Art der Pfeifenherstellung ist höher oder niedriger zu bewerten. Häufig sind zudem die Grenzen fließend und eine exakte Abgrenzung gar nicht möglich. Manche Pfeifenmacher machen sich über solche Spitzfindigkeiten gar keine Gedanken, sie bauen einfach Pfeifen. So sollte es unserer Meinung auch sein.

Freehandpfeifen in unserem Shop

In unserem Shop unterscheiden wir ohnehin nur zwischen Serienpfeifen und Freehands, zu denen wir auch Handmade-Pfeifen zählen. Für Sie als Kunde spielt es ohnehin kaum eine Rolle. Wichtig ist nur, dass Sie in unserem Shop Unikate bei den Freehand-Pfeifen finden, und bei Serienpfeifen Stücke, von denen wir häufig mehr als eine Pfeife auf Lager haben.